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Tennis: Paris - Federer trifft im Finale auf Tsonga

Roger Federer und Jo-Wilfried Tsonga stehen im Finale des Masters von Paris. Federer ließ gegen Tomas Berdych keine Breakchance zu. Tsonga hingegen wehrte drei Matchbälle gegen John Isner ab und konnte ohne eigenes Break gegen den Amerikaner gewinnen. 

Roger Federer steht nach einem ungefährdeten 6:4, 6:3-Erfolg über den Tschechen Tomas Berdych im Finale von Paris und somit in seinem insgesamt 30. der ATP World Tour Master 1000-Serie. Gegner ist dort der französische Lokalmatador Jo-Wilfried Tsonga, der sich mit 3:6, 7:6 (7:1) und 7:6 (7:3) und gegen John Isner aus den USA durchsetzte. 

Federer wieder "der Alte"

Federer setzte Berdych von Beginn an unter Druck und nahm dem Tschechen sofort im ersten Spiel dessen Aufschlag ab. Bei eigenem Service gab sich der Schweizer keine Blöße und gewann den Durchgang nach 46 Minuten mit 6:4. Im gesamten ersten Satz gelangen Berdych bei Federers Aufschlag nur sechs Punkte.

Im zweiten Satz dann das gleiche Bild: Erneut gelang dem Schweizer ein Break im ersten Aufschalgspiel Berdychs und ging danach mit 2:0 in Führung. Berych kam etwas besser ins Spiel, letzlich war Federer an diesem Tag aber zu stark für den Tschechen, der der harten Partie gegen Andy Murray vom Vortag Tribut zollen musste. Federer breakte Berdych beim Stand von 5:3 zu Null und zog in sein erstes Finale in Paris ein, ohne einen einzigen Breakball zuzulassen.

Berdych machte im Match insgesamt zu viele Fehler (20) und musste am Ende konstatieren, dass Federer zu alter Stärke zurückgefunden hat: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies der alte Roger war. So wie in den Jahren, in denen er alles gewonnen hat", so Berdych nach der Partie zu atpworldtour.com.

Tsonga dreht das Match

Der Gegner von Federer im Finale ist Jo-Wilfried Tsonga, der die Partie gegen John Isner nach Satzrückstand drehte und zweimal im Tie-Break die Oberhand behielt. Bitter für Isner, der seinen Aufschlag nicht einmal abgeben musste und drei Matchbälle vergab.

In einer am Schluss hochdramatischen Partie konnte Tsonga seinen ersten Matchball zum 3:6, 7:6 (7:1), 7:6 (7:3)-Erfolg nach zwei Stunden und 58 Minuten nutzen. Dabei sah es zunächst nach einem Erfolg für John Isner aus. Der Amerikaner gewann den ersten Satz nach einem Break zum 4:2 realativ locker mit 6:3.

Im zweiten Satz konnte sich Tsonga dann beim Stand von 2:1 und 40:15 zum ersten Mal Breakchancen erarbeiten. Isner hatte aber keine Mühe beide abzuwehren und ohne weitere Breakchancen ging es dann in die Verlängerung. In dieser ließ der Franzose Isner keine Chance und konnte den Tie-Break mit 7:1 für sich entscheiden.

Drei Matchbälle abgewehrt

Auch der dritte Satz musste im Tie-Break entschieden werden. Nach souveränen Aufschlaggewinnen hatte Tsonga beim Stand von 4:4 die große Chance das Spiel für sich vorzuentscheiden. Aber nach 0:40 bei eigenem Aufschlag machte Isner fünf Punkte in Folge und ging mit 5:4 in Führung.

Beim Stand von 6:5 hatte Isner dann die Chance ins Finale einzuziehen. Bei Tsongas Aufschlag hatte er insgesamt drei Matchbälle, die der Franzose aber alle abwehren konnte und sich so in den Tie-Break rettete.

Hier gelang ihm sofort ein Mini-Break und nach zwei Punkten bei eigenem Aufschlag lag Tsonga mit 3:0 in Front. Isner blieb aber dran und in der spannenden Partie tauschten die beiden Kontrahenten zum letzten Mal die Seiten. Ein Doppelfehler Isners zum 3:6 brachte dann die Vorentscheidung. Seinen ersten Matchball verwandelte Tsonga dann mit einem Vorhand-Winner.

 

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