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Tour-Tragödie: Gedenken an Casartelli

Vor zehn Jahren wurde aus der Tour de France eine Tour der Tränen. Der Tod des Italieners Fabio Casartelli war eine der schwärzesten Stunden des härtesten Radrennens der Welt.

Das Wetter ist sonnig, das Tempo zu Beginn der Etappe im Peloton nicht besonders hoch. Bei besten Voraussetzungen nehmen die Fahrer antriebslos die Abfahrt vom Col du Portet d’Aspet in Angriff. Noch herrscht lockerer Plauderton, noch halten sich alle Fahrer zurück. Wenig später ist es mit der Radsport-Idylle vorbei. Zu Beginn der Abfahrt kommt es bei Tempo 80 in einer Linkskurve zu einem Massensturz. Zusammengekrümmt liegt Fabio Casartelli, der mit dem Kopf an einen Begrenzungspfeiler aus Beton schlägt, in einer Blutlache. Nur wenig später erliegt er seinen schweren Verletzungen.

Casartelli wird nur 24 Jahre alt, hinterlässt seine Frau und seinen zwei Monate alten Sohn. Die Bilder vom sterbenden Italiener erschütterten am 18. Juli 1995 die Radwelt. Fast auf den Tag genau zehn Jahre danach passiert die Tour heute während der 15. Etappen in den Pyrenäen bei Kilometer 89 die Unglücksstelle. Ein Moment, der vor allem Lance Armstrong nahe gehen wird. "Das wird eine schwere Prüfung für mich. Der Tod vom Fabio geht mir nach wie vor sehr nahe."

Noch immer lassen ihn die Gedanken an seinen damaligen Mitstreiter aus dem Team Motorola nicht los. Während der Etappe erfuhr er damals über Funk vom Tod seines Gefährten. "Wir mussten die Etappe zu Ende fahren, auch wenn wir vom Schock wie gelähmt waren", schrieb der Amerikaner in seinem Buch "Tour des Lebens".

Ähnlich schwer fallen Udo Bölts die Erinnerungen. "Keiner im Feld hat mehr gesprochen", sagt der ehemalige Telekom-Profi. Der ebenfalls in den Sturz verwickelte Johan Museeuw bricht im Ziel weinend zusammen. Für großen Unmut sorgt die Entscheidung der Tour-Direktion, die Etappe fortzusetzen. Wild jubelnd fährt der scheinbar unwissende Richard Virenque als erster über die Ziellinie, der zuvor informierte Tour-Chef Jean-Marie Leblanc im Begleitwagen kreidebleich hinterher.

"Hätte lieber aufgehört"

Am Abend nach dem Tod von Casartelli diskutieren seine einstigen Teamkollegen, ob sie die Tour fortsetzen. "Ich persönlich hätte lieber aufgehört. Aber dann kam Fabios Frau zu uns und bat uns weiterzufahren. Da saßen wir nun hinter unserem Hotel im Gras, schickten ein paar Gebete zum Himmel und entschlossen uns weiterzufahren", erinnert sich Armstrong.

Mit einer "Lektion der Würde" (L’Équipe) reagieren die Fahrer einen Tag später auf den Tod des Olympiasiegers von Barcelona. Die Etappe von Tarbes nach Pau beginnt mit einer Schweigeminute, das nur leicht beschädigte und mit Trauerflor versehene Rad des Italieners geht auf dem Dach eines Mannschaftswagens mit auf die Strecke. Auf der Zielgeraden in Pau stoppt das Feld, die Teamkameraden von Casartelli fahren gemeinsam über die Ziellinie.

Armstrong zeigt Herz

Zwei Tage später leistet Armstrong seine ganz persönliche Form der Trauerarbeit. Im Alleingang gewinnt er die Etappe nach Limoges: "Fabio hatte sich für diese Etappe besonders viel vorgenommen. Da habe ich diese Etappe für ihn gewonnen." Im Ziel streckte er die Zeigefinger Richtung Himmel. Bis auf den heutigen Tag unterstützt der sechsmalige Gesamtsieger die Familie finanziell.

Am 10. Jahrestag des Todes und zweiten Ruhetag der diesjährigen Tour treffen sich Casartellis Familie und die Organisatoren am Denkmal des ehemaligen Radprofis. Auch Armstrong wird dabei seines Freundes gedenken. "Ich würde mir wünschen, dass die Medien uns dabei in Ruhe lassen. Das ist eine ganz persönliche Sache zwischen mir und Fabio." Vor allem der Anblick des mittlerweile 10 Jahre alte Sohnes von Casartelli sorgt bei Armstrong für starke Gefühle. "Er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten."

Heinz Büse und Andreas Zellmer/DPA / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(