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US-Sportler gegen Rassismus TV-Sportmoderator schließt sich NBA-Protest an und verlässt Livesendung

Der frühere Basketball-Profi Kenny Smith (r.) und Experte verlässt die Livesendung von "Inside the NBA"
Der frühere Basketball-Profi und Experte Kenny Smith (r.) verlässt die Livesendung "Inside the NBA"
© Screenshot Twitter
Kenny Smith, einer der Gastgeber der Basketball-TV-Show "Inside the NBA", hat während der Sendung aus Solidarität mit dem NBA-Protest gegen Rassismus das Studio verlassen. Vorher begründete er emotional seinen Schritt.

Der NBA-Protest gegen Rassismus in Form eines Spiele-Boykotts erfährt viel Solidarität. So schloss sich auch der Sportmoderator Kenny Smith, einer der Experten der TV-Show "Inside the NBA", dem Protest an, in dem er die Livesendung verließ. Der frühere Basketball-Profi begründete seinen Schritt mit emotionalen Worten:

"Das ist hart. Ich meine, mein Kopf ist im Moment kurz davor zu explodieren wegen der Gedanken, die ich mir mache", sagte Smith. "Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt berechtigt bin zu sagen, was die Spieler fühlen und wie sie sich fühlen. Ich habe mit keinem der Spieler gesprochen. Ich bin nur hierher gekommen, ich habe nur Anrufe und Gespräche gehört. Und ich als Schwarzer, als ehemaliger Spieler, halte es für das Beste, die Spieler zu unterstützen und heute Abend einfach nicht hier zu sein."

Moderator Johnson: Ich respektiere das

Moderator Ernie Johnson antwortete Smith, während der sein Mikrofon auf den Tisch legt und das Studio verließ: "Ich respektiere das."

Zuvor hatte die Basketball-Mannschaft Milwaukee Bucks am Jahrestag des ersten Anti-Rassismus-Protests von Colin Kaepernick spontan einen Boykott beschlossen und war nicht zum Spiel gegen Orlando Magic angetreten. Unmittelbarer Anlass waren die Schüsse von zwei Polizisten auf den Schwarzen Jacob Blake in der Stadt Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin. Blake liegt seitdem schwer verletzt im Krankenhaus und wird wohl sein Leben lang gelähmt bleiben.

Dem Boykott der Bucks schlossen sich in der Folge weitere Teams aus der NBA, MLB (Major League Baseball), MLS (Major League Soccer) und WNBA (Women's National Basketball Association) an und verzichten zunächst auf ihre Spiele. Auch Tennis-Star Naomi Osaka zeigte sich solidarisch und verzichtete unmittelbar vor den US Open auf ihr für Donnerstag angesetztes Halbfinale beim Masters in New York.

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