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US Sport March Madness - North Carolina mit Sorgen ins Sweet Sixteen - NC State lauert


Im Allgemeinen ist der US-Bundesstaat North Carolina nicht der Mittelpunkt des Landes, doch beim College-Basketballturnier wendet sich aufgrund dreier Topteams das Blatt. Bei einem von ihnen, den North Carolina Tar Heels, mischte sich die Freude des Weiterkommens mit der Sorge um einen verletzten Spieler. Das NC State Wolfpack könnte dagegen an alte Erfolge wieder anknüpfen - auch gegen die Tar Heels.

Handgelenke sind die Achillesferse der beim NCAA-Turnier in der Midwest Region an Nummer eins gesetzten North Carolina Tar Heels. Die konnten beim 87:73 gegen die Creighton Blue Jays zwar wieder auf Forward John Henson, der zuvor drei Spiele mit gestauchtem Handgelenk aussetzten musste, zurückgreifen, mussten nach dem Spiel aber einen Bruch des Handgelenks von Point Guard Kendall Walsh vermelden.

Der war Mitte der zweiten Halbzeit auf dem Weg zum Korb gefoult worden und auf den Boden gefallen und hatte sich dabei einen Knochen im Gelenk gebrochen. Trotz der Verletzung war Marshall bester Werfer seines Teams mit 18 Punkten und kam zudem noch auf elf Assists. Der wiedergenesene Henson kam dazu nicht nur auf 13 Punkte, sondern blockte in der Defensive vier Würfe und kam auf zehn Rebounds unter dem eigenen Korb.

Ob Marshall im Sweet Sixteen gegen die Ohio Bobcats antreten kann, ist derweil noch fraglich. North Carolinas Coach Roy Williams wollte zunächst mit Marshall und seinen Eltern sprechen. "Wenn man die Sweet Sixteen erreicht, sollte es mehr Spaß machen", zitierte espn.com Williams.

Bobcats als Außenseiter dabei

Mehr Freude dürfte hingegen der nächste Tar Heels-Gegner aus Ohio empfunden haben. Die Bobcats setzten sich mit 62:56 gegen die University of South Florida Bulls durch und sind damit, als das in der Midwest Region an 13. Stelle platziertes Team, der Außenseiter schlechthin im Sweet Sixteen.

"Das ist unglaublich", freute sich Guard Walter Offutt gegenüber ncaa.com. "Es ist eine Sache darüber zu reden, aber eine andere, wirklich bei den Sweet Sixteen dabei zu sein." Neben Offut, der mit 21 Zählern Punktbester seines Teams war, kam D.J. Cooper auf 19.

Wolfpack und der lange Schatten

Die Bobcats blieben jedoch nicht die einzige Überraschung der dritten Runde. Das North Carolina State Wolfpack setzte sich mit 66:63 gegen die Georgetown Hoyas durch und zog erstmals seit 2005 in das Sweet Sixteen ein. North Carolina State gewann zwar 1974 und 1983 bereits den College-Titel, konnte sich in den letzten Jahrzehnten aber nie aus dem Schatten der großen Nachbarn North Carolina Tar Heels und Duke Blue Devils lösen.

Lorenzo Brown sorgte mit drei verwandelten Freiwürfen 10,2 Sekunden vor dem Ende für die Möglichkeit, sich aus dem Schatten zu lösen. Guard Brown punktete mit seinen 12 Zählern ebenso zweistellig wie andere Stammspieler, Scott Wood, CJ Williams und CJ Leslie kamen auf jeweils 14 Punkte.

"Wir haben immer darüber gesprochen, was für eine unglaubliche Geschichte North Carolina State hat", erklärte deren Coach Mark Gottfried gegenüber ncaa.com. "Jetzt können wir selbst die Geschichte weiterschreiben." Mit einem Sieg im Sweet Sixteen gegen Kansas und dem darauf möglichen Aufeinandertreffen mit den Rivalen der North Carolina Tar Heels könnte eine solche Geschichtschreibung gelingen. Duke wurde aufgrund deren Niederlage zum Turnierstart bereits überflügelt.

Gottfried hatte das Wolfpack erst in dieser Saison übernommen und sich mit dem Sieg nicht an einen Rat der Trainerlegende John Wooden, der die UCLA Bruins zu zehn nationalen Titeln führte, gehalten. "Als ich mit 33 Jahren Alabama übernahm, sagte John Wooden mir, ich solle den Spielern nicht so schnell so viele Erfolgserlebnisse geben. Sie würden so etwas dann jedes Jahr erwarten", so Gottfried. "Nun, in Bezug auf diesen Rat habe ich versagt", erklärte er mit einem Grinsen.

Sven Kittelmann

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