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VOLVO OCEAN RACE: Härteste Regatta der Welt endete in der Flaute

Nach fast neun Monaten endete das »Volvo Ocean Race« in Kiel. Gesamtsieger wurde erwartungsgemäß die deutsche Yacht Illbruck, 250.000 Menschen feierten mit.

Eine banale Flaute machte den Zeitplan zunichte. Rund 250.000 Besucher und 1.500 Botte warteten am Sonntag bis zum Abend an der Kieler Förde auf den Zieleinlauf der acht Rennjachten des »Volvo Ocean Race«. Rund 32.700 Seemeilen hatten die Hightech-Boote hinter sich gebracht - und dann mussten die Teilnehmer der härtesten Segelregatta der Welt kurz vor dem Ziel auf Wind warten. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Seit dem 23. September 2001 hatten die Rennjachten neun Etappen zu bewältigen. Von Southampton ging es rund um die Welt bis nach Göteborg. Dort waren die Boote am Samstag zu ihrer letzten und kürzesten Etappe von 250 Seemeilen gestartet.

Spannende Schlussetappe

In der Gesamtwertung lag am Sonntagnachmittag die deutsche Jacht »Illbruck« vorne. Die Spannung stieg stündlich: Das Publikum wurde über Großbildschirme ständig über den aktuellen Stand der Regatta auf dem Laufenden gehalten. Von Hubschraubern und Begleitschiffen wurden die Fernsehbilder live übermittelt.

»Illbruck« holt den Cup

Der Gesamtsieg der härtesten Regatta der Welt geht erstmals in der Geschichte des Segelsports an Deutschland. Zehntausende Besucher und 1.500 Wasserfahrzeuge aller Art bereiteten der 'Illbruck' unter Skipper John Kostecki am Sonntag in Kiel einen triumphalen Empfang. Tagessieger des abschließenden Teilstücks zwischen Göteborg und Kiel wurde die norwegische 'Djuice' vor der 'Illbruck'.

Schwedens Viktoria sprang ein

An der Spitze der Segelfans bezauberte die schwedische Thronfolgerin Prinzessin Victoria. Die Taufpatin der schwedischen Jacht »Team SEB« landete am Sonntagmittag in Kiel-Holtenau, wo sie von Oberbürgermeister Norbert Gansel begrüßt wurde. Danach trug sie sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein - und gewann mit ihrer herzlichen und offenen Art im Nu die Herzen der Gäste. Am Nachmittag fuhr die Thronfolgerin vom Kieler Jachtclub aus mit einem Schlauchboot der schwedischen Rennjacht entgegen. Der Schirmherr der Regatta, Prinz Andrew, hatte kurzfristig seinen Besuch abgesagt. Deshalb soll auch die offizielle Siegerehrung am (morgigen) Montag von Victoria vorgenommen werden.

»Maritime Geschichte« geschrieben

Oberbürgermeister Gansel zeigte sich wenige Tage vor Eröffnung der 120. Kieler Woche begeistert: »Wir haben hier maritime Geschichte geschrieben«, sagte er. Das Schöne am Segeln sei eben, dass weder Wetter noch Wind berechenbar seien. Kiel hofft darauf, nach 1936 und 1972 im Jahr 2012 erneut Olympia-Stadt zu werden.

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