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Haben sie eine Chance?: Kerber und Görges kämpfen um Einzug ins Wimbledon-Halbfinale

Die Favoritinnen sind bereits aus dem Turnier in Wimbledon ausgeschieden, die deutschen Tennis-Damen Angelique Kerber und Julia Görges haben dagegen immer noch eine Chance auf den Sieg. Für ein Weiterkommen ins Halbfinale sprechen mehrere Punkte, einige jedoch auch dagegen. 

Angelique Kerber jubelt nach Punktgewinn in Wimbledon

Im Viertelfinale in Wimbledon muss Angelique Kerber gegen die Russin Darja Kassatkina ran

Getty Images

Vor zwei Jahren stand Angelique Kerber bereits für das Damen-Finale auf dem Rasen von Wimbledon. Damals verlor sie jedoch in einem glänzenden Endspiel gegen Serena Williams. Nun könnte sie erneut die Chance auf den Titel haben. Zunächst muss die Kielerin sich jedoch am Dienstag im Viertelfinale durchsetzen. In der zweiten Partie steht Julia Görges auf dem Court. Haben die beiden besten deutschen Tennisspielerinnen eine Chance?

Was für Angelique Kerber spricht:

Angelique Kerber spielt im ersten Match auf dem Centre Court (14.00 Uhr MESZ/Sky) gegen die Russin Darja Kassatkina. Der neun Jahre jüngeren Kontrahentin ist die Kielerin bezüglich ihrer Grand-Slam-Erfahrung  weit voraus. Zwei Grand-Slam-Turniere hat Kerber schon gewonnen, die Australian Open 2016 und die US Open 2016. In ihrem Traumjahr stand sie auch in Wimbledon im Finale. Kassatkina kam bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie weiter als ins Viertelfinale. 

Drei Siege, drei Niederlagen lautet Kerbers Bilanz gegen die Nummer 14 der Tennis-Welt. Der einzige Vergleich auf Rasen ging in Eastbourne, dem Turnier direkt vor Wimbledon an die Norddeutsche. Den entscheidenden dritten Satz entschied Kerber im Tiebreak für sich. Auch am Sonntag spielte Kerber gegen die Schweizerin Belinda Bencic am Ende ihre Nervenstärke aus, als das Spiel zu kippen drohte.

Daran könnte der Tennis-Star scheitern:

Die besten Zehn der Setzliste bei den Damen sind bei der 132. Wimbledon-Auflage schon vor dem Viertelfinale raus, das ist zuvor noch nie vorgekommen. Setzen sich die Überraschungen fort, wäre als Nächstes Kerber mit dem Ausscheiden dran. Sie ist als Nummer elf der Setzliste nun die am besten platzierte Spielerin, die noch im Rennen ist. 

Auch der Hang zum Negativen könnte Kerber im Weg stehen: Läuft es nicht wie gewünscht, tendiert sie zur negativen Körpersprache. Sie hadert dann, lässt die Schultern hängen. Das hat auch ihr Trainer Wim Fissette schon nach dem problematischen Zweitrundenerfolg kritisiert: "Sie muss lernen, ihre negativen Emotionen besser unter Kontrolle zu halten." 

Warum Julia Görges ins Halbfinale kommen kann: 

Die Bad Oldesloerin Görges bekommt es im zweiten Spiel ab 14.00 Uhr auf Platz eins mit der Niederländerin Kiki Bertens zu tun. Seit 2012 hatte die 29-Jährige kein Spiel mehr in Wimbledon gewonnen, bis sie mit ihrer Siegesserie zu Beginn der vergangenen Woche loslegte. Erstmals erreichte sie in Wimbledon die Runde der besten 16. Erstmals ging sie in ihrem sechsten Grand-Slam-Achtelfinale als Siegerin vom Platz. Das dürfte ihr Selbstvertrauen gestärkt haben.

Zwar mochte Görges lange kein Rasen-Tennis, das ist inzwischen aber anders: "Seit letztem Jahr habe ich mich arrangiert. Davor habe ich nicht so viel Bezug zum Rasen gehabt, außer vielleicht im Garten." Ihre Stärken passen eigentlich gut zum grünen Untergrund, allen voran ihr hervorragender Aufschlag. Mit 41 Assen im Turnierverlauf führt sie die Statistik sogar vor Serena Williams an. 

Das spricht gegen ihr Weiterkommen in Wimbledon: 

Die Bilanz ist nicht sehr rosig: Mit Partien gegen Bertens verbindet Görges nur Niederlagen. Zweimal standen sich Görges und die Niederländerin gegenüber, zweimal verlor Görges, einmal davon auch schon in diesem Jahr. Beide Spiele wurden allerdings auf Sand ausgetragen.  

Die 26-jährige Bertens nimmt viel Selbstvertrauen aus ihren Erfolgen gegen die fünfmalige Wimbledonsiegerin Venus Williams und die frühere US-Open-Finalistin Karolina Pliskova mit. Zwei Spielerinnen aus den Top Ten hat die Weltranglisten-20. damit geschlagen. Görges dagegen, die Nummer 13 der Welt, hat noch keine Spielerin aus den Top 20 bezwingen müssen.

Ob es ein deutsches Damen-Finale geben wird, bleibt also abzuwarten. 

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.