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Wimbledon: Lisicki bezwingt Paris-Siegerin Li Na

Wimbledon hat seine erste Sensation: Die Berlinerin Sabine Lisicki bezwang in einem dramatischen Dreisatz-Krimi die French-Open-Gewinnerin Li Na aus China. Auch Julia Görges hatte Grund zum Jubeln.

Die Berlinerin Sabine Lisicki hat in Wimbledon nach Abwehr von zwei Matchbällen die große Überraschung gegen French-Open-Gewinnerin Li Na geschafft. Zehn Tage nach ihrem Sieg beim Rasenturnier in Birmingham rang Lisicki die Chinesin nach 2:11 Stunden mit 3:6, 6:4, 8:6 nieder.

"Das ist einfach nur Wahnsinn. Jetzt ist alles möglich", jubelte Lisicki. Direkt nach dem Sieg ging sie vor Freude auf die Knie, vergoss Tränen des Glücks und wurde von den Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert.

Zuvor hatte ihre Fed-Cup-Kollegin Görges beim 7:6 (12:10), 6:2 über die Französin Mathilde Johansson ihr neues Selbstbewusstsein demonstriert. Im Tiebreak des ersten Satzes musste sie einen Tag nach dem 6:3, 6:0-Auftakterfolg über die Spanierin Anabel Medina-Garrigues aber Schwerstarbeit leisten. Erst nach Abwehr von drei Satzbällen nutzte die Weltranglisten-16. ihrerseits die sechste Chance zum Satzgewinn. "Letztendlich bin ich ruhig geblieben und habe mein Spiel gespielt", sagte Görges. In der dritten Runde trifft sie am Samstag auf die an Nummer 24 gesetzte Slowakin Dominika Cibulkova.

Görges' Fed-Cup-Freundin Andrea Petkovic konnte sich unterdessen von ihrer Hängepartie gegen die Kanadierin Stephanie Dubois erholen. Der Ärger über die Warterei am Vortag, als sie vor dem 6:3, 4:6, 6:3-Sieg "fast ausgerastet" wäre, war da schon vergessen. "Damit muss ich lernen umzugehen", sagte die 23-Jährige. Für sie geht es am Freitag gegen die russische Linkshänderin Xenia Perwak weiter.

kng/DPA / DPA

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