VG-Wort Pixel

Wintersport Lindsey Vonn gewinnt Saisonauftakt


Mit ihrem Riesenslalom-Sieg von Sölden vor Viktoria Rebensburg schrieb Lindsey Vonn Geschichte. Die US-Amerikanerin ist erst die fünfte Läuferin, der es gelang in allen fünf Disziplinen Rennen zu gewinnen.

Am Ende war es ein Wimpernschlag Vorsprung, gerade einmal 4/100, mit dem Lindsey Vonn in Sölden zum Saisonauftakt den Sieg eingefahren konnte. Nach einem fehlerfreien und couragierten zweiten Lauf auf dem Rettenbachgletscher verbesserte sich die USA-Amerikanerin noch vom vierten Platz nach vorne und verwies die deutsche Titelverteidigerin Victoria Rebensburg auf Rang zwei. Dritte mit 40/100 Rückstand wurde die Österreicherin Elisabeth Görgl.

"Natürlich ärgern mich die vier Hundertstel schon im ersten Moment. Aber es ist ein ganz guter Einstand", sagte Rebensburg, lobte aber auch Vonn: "Allergrößten Respekt vor der Leistung." Worte, die absolut angebracht sind. Denn für Vonn war der Triumph von Sölden nicht nur ihr erster Riesenslalom-Sieg überhaupt, sie verewigte sich zudem in den Geschichtsbüchern des Skisports.

Vonn ist seit heute nach Petra Kronberger, Pernilla Wiberg, Janica Kostelic und Anja Pärson die erst fünfte Fahrerin überhaupt, der es in ihrer Karriere gelang, in allen fünf alpinen Disziplinen Rennen zu gewinnen. Dieser Erfolg war bisher nicht einmal ihrer Dauerrivalin und mittlerweile Wieder-Freundin Maria Höfl-Riesch vergönnt gewesen.

Höfl-Riesch abgeschlagen

Die Deutsche bisher noch ohne Sieg im Riesenslalom fuhr in Sölden nur hinterher und musste ihren Traum vom ersten Riesenslalom-Sieg ihrer Karriere bereits nach dem ersten Lauf begraben. Mit fast zwei Sekunden Rückstand auf die Spitze war sie dort bereits außerhalb der Top Ten gelandet.

"Ich bin oben schon nicht so gut reingekommen, im steilen schwierigen Mittelteil sehr viel Zeit verloren und dann noch etwas aufgeholt. Da habe ich im flachen Teil wenigstens noch meine Stärken ausspielen können“, analysierte sie laut skiweltcup.tv. Im zweiten Durchgang leistete sie dann zwei schwere Fehler, war letztlich chancenlos und landete abgeschlagen auf dem 24. Rang.

Brigone großer Pechvogel

Die weiteren deutschen Platzierungen: Lena Dürr belegte den 13. Rang, Barbara Wirth holte als 18. erstmals Riesenslalom-Punkte im Weltcup. Veronique Hronek und Simona Hösl hatten den zweiten Durchgang verpasst. Großer Pechvogel des Rennens war Frederica Brignone. Die Italienerin hatte im ersten Durchgang mit einem starken Lauf die Führung geholt, rutschte dann im zweiten aber kurz nach dem Start aus und musste ohne Punkte die Heimreise antreten.

Trainingsarbeit hat sich ausgezahlt

Für Vonn hat sich die harte Arbeit im Sommer, in dem sie laut eigener Aussage laut nzz.ch "noch mehr, noch härter“ trainiert hatte als in den Jahren zuvor, schon ausgezahlt. Neben Schneetraining in Neuseeland und Chile hatte sich auch in San Diego extra Fitnesseinheiten eingelegt und an ihrer Beweglichkeit gearbeitet.

Zudem entschied sie sich – wie zuvor bereits in den anderen Disziplinen – nun auch im Riesenslalom auf Männer-Ski zu wechseln. Das Ziel ist klar, Vonn will den Gesamtweltcup, den sie im vorigen Jahr an Riesch hatte abtreten müssen, wieder gewinnen. In Sölden hat sie dafür schon einmal den Grundstein dafür gelegt. Vielleicht werden es am Ende genau die Punkte sein, die Vonn diesmal vor Höfl-Riesch stehen wird.

Malte Asmus

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker