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Wintersport: Neuner Vierte im Sprint von Hochfilzen

Läuferisch ist Magdalena Neuner noch von ihrer Bestform entfernt, dennoch reichte es beim Sprint in Hochfilzen zu einem vierten Rang. Erstmals in dieser Saison kam sie damit beim Sieg von Olga Zaitseva aus Russland nicht auf das Podium.

Olga Zaitseva hat den Weltcup-Sprint der Biathletinnen in Hochfilzen gewonnen Darya Domracheva (Weißrussland) sowie Helena Eckholm (Schweden) auf die weiteren Plätze verwiesen. Magdalena Neuner verpasste als Vierte erstmals im sechsten Einzelrennen in dieser Saison einen Podestrang, untermauerte aber ihre Vormachtstellung im Gesamtweltcup.

Neuner hatte sich zwei Schießfehler geleistet und kam nach 7,5 Kilometern mit einem Rückstand von 44,9 Sekunden auf die Siegerin ins Ziel. Zaitseva hatte eine Fahrkarte weniger geschossen. Bei windigen Verhältnissen kam kaum eine Läuferin ungeschoren davon.

Neuner läuferisch noch nicht in Topform

Schlechte Laune kam bei Neuner dennoch nicht auf. "Mal ganz ehrlich, mit einem vierten Platz braucht man nicht unzufrieden sein. Am Schießstand waren die Bedingungen sehr schwer, aber ich habe das ganz gut gelöst", sagte sie mit einem Lachen im Gesicht.

Ihr starker Saisonauftakt ist um so beeindruckender, wenn man bedenkt, dass sie läuferisch ganz sicher noch Luft nach oben hat. Neuner musste sich mit der fünftbesten Laufzeit begnügen und verlor auf die Schnellste in der Loipe, Darya Domracheva, rund 35 Sekunden. "Läuferisch geht es noch verdammt zäh, da habe ich mich heute nicht so gut gefühlt", bekannte Neuner.

Im Verfolgungsrennen am Samstag will die Weltcup-Spitzenreiterin dann wieder angreifen. Sie hat einen Rückstand von 44,9 Sekunden auf Zaitseva. "Das ist eine super Ausgangsposition, um von hinten anzugreifen. Morgen ist alles drin", sagte Neuner.

Gössner ist frustriert 

Die anderen fünf deutschen Starterinnen verpassten den Sprung unter die Top Ten. Andrea Henkel kam nach zwei Fehlern als 14. ins Ziel. Franziska Hildebrand (1) wurde 25., Tina Bachmann (4) 37. zwei Plätze vor Nadine Horchler (1). Die mit vier Fehlern belastete Miriam Gössner (4) kam als 42. ins Ziel.

Vor allem für Gössner setzte sich der negative Trend in der bisherigen Saison fort. Die mit Olympia-Silber im Langlauf dekorierte Bayerin leistete sich im Sprint vier Fahrkarten und schoss in ihren bisher sechs Einzelrennen schon 34 Mal daneben, das sind 5,66 Fehler pro Rennen. "Ich weiß nicht, woran es liegt. Im Training schieße ich fast immer Null, aber im Wettkampf klappt es derzeit nicht", meinte die 21-Jährige fast schon ein bisschen resignierend.

sportal.de / sportal

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