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Wintersport: St. Moritz - Höfl-Riesch siegt in der Super-Kombination

Über elf Monate dauerte die Durststrecke von Maria Höfl-Riesch, in St. Moritz feierte sie den ersten Erfolg nach ihrer Hochzeit. Für das Selbstvertrauen besonders wichtig: Höfl-Riesch gewann im direkten Duell mit Lindsey Vonn.

Lindsey Vonn hat den 50. Weltcupsieg ihrer Karriere nur um den Wimpernschlag von 0,03 Sekunden verpasst. In der Super-Kombination verpasste sie zudem den Hattrick in St. Moritz, zuvor hatte die US-Amerikanerin die erste Kombination und auch die Abfahrt gewonnen.

Geschlagen wurde Vonn von ihrer Freundin und Dauerrivalin Maria Höfl-Riesch, die den ersten Sieg der Saison feiern und eine Durststrecke von über elf Monaten beenden konnte. Nach dem Super-G hatte die Deutsche noch auf dem zweiten Platz gelegen, ihre leichten Vorteile im anschließenden Slalom brachten ihr aber den hauchdünnen Vorsprung. Dementsprechend riesig war der Jubel, Höfl-Riesch war die Erleichterung deutlich anzumerken.

Der Star des Tages war aber eine andere. Nicole Hosp lag nach dem Super-G auf dem 28. Rang, zauberte dann aber einen Traum-Slalom in den Schnee und landete völlig überraschend noch auf dem Podest hinter Höfl-Riesch und Vonn. Mit 46,98 Sekunden war Hosp deutlich schneller als die Konkurrenz, Höfl-Riesch (48,28) beispielsweise war über eine Sekunde langsamer als die Österreicherin.

Die Strecke lässt nach

"Ich habe im Slalom Vollgas gegeben, und dass ich noch so weit nach vorne gekommen bin, habe ich auch der Piste zu verdanken", sagte Hosp nach dem Rennen laut orf.at. "Aber ich hatte auch einen guten Lauf und meine Verhältnisse gut ausgenützt. Danach ließ die Piste nach."

Dieser Eindruck bestätigte sich schnell, denn reihenweise verspielten die nach Hosp startenden Fahrerinnen ihren Vorsprung schon im oberen Teil der Strecke. Erst Höfl-Riesch konnte sich an der 28-Jährigen vorbeischieben – und das, obwohl der Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison einen dicken Patzer hatte.

Vonns Jubiläum nur eine Frage der Zeit

Im Anschluss kam Vonn und bei der ersten Zwischenzeit sah es noch nach dem dritten Sieg in St. Moritz aus. "Da hatte ich es schon abgehakt", gab Höfl-Riesch nach dem Rennen in der ARD zu. Doch "ich hab es unten besser erwischt", freute sich die Deutsche, die zuletzt am 27. Februar 2011 in Are im Super-G gewonnen hatte. Vor dem Sieg war sie in der ersten Kombination in St. Moritz 21. geworden, in der Abfahrt kam sie als Zweite auf das Podest: "Gott sei dank mein erster Sieg in der Saison."

Höfl-Riesch schob sich mit 696 Punkten auf Rang drei der Gesamtwertung, in der Vonn weiter einsam mit 1250 Zählern an der Spitze thront. "Ich bin sehr froh für Maria. Aber es wäre sehr schön für mich gewesen, wenn ich meinen 50. Sieg gefeiert hätte. Aber Maria war heute zu schnell", sagte die Amerikanerin. Der Jubiläums-Erfolg ist aber nur eine Frage der Zeit, denn in den Speeddisziplinen bleibt sie eine Klasse für sich. "Ich hatte meine Probleme früher in dieser Saison, aber jetzt bin ich genau da, wo ich sein will", betonte die dreimalige Gesamtweltcupsiegerin.

sportal.de / sportal

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