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Rekord-Weltmeisterin: Laura Dahlmeier - so ist die neue Biathlon-Queen

Deutschland hat einen neuen Sport-Superstar: Laura Dahlmeier war bei der WM in Hochfilzen so erfolgreich wie keine Biathletin vor ihr. Wie tickt die Frau, die zwischen den Wettkämpfen mal eben zum Paragliding geht?

Laura Dahlmeier privat - mit Lockenmähne und erdfarbenem Schal

Ihre Lockenmähne ist in der Loipe unter einer Mütze versteckt: Die neue Biathlon-Queen Laura Dahlmeier liebt die Bergwelt und lebt für den Sport.

Eine Legende ihres Sports ist sie schon jetzt: In elf WM-Rennen hintereinander hat Laura Dahlmeier eine Medaille gewonnen; bei der WM in Hochfilzen in der vergangenen Woche waren es sogar fünf Goldene. Beides hat zuvor keine Biathletin geschafft; nicht einmal die legendäre Magdalena Neuner - ihr großes Vorbild. Sollte sie im kommenden Winter bei Olympia im südkoreanischen Pyeongchang auch nur halb so erfolgreich sein wie jetzt in Österreich, wird jeder Laura Dahlmeier kennen. Die 23-Jährige ist drauf und dran ein Sport-Superstar zu werden - wie eben Magda Neuner oder Maria Höfl-Riesch. Das ist Deutschlands neue Biathlon-Queen:

Woher stammt Laura Dahlmeier?

Laura Dahlmeier kommt deutlich vernehmbar aus Oberbayern. Geboren wurde sie am 22. August 1993 in Garmisch-Partenkirchen. Dort verbrachte sie auch ihre Kindheit und Schulzeit. Im Juni 2011 machte das Skitalent ihr Abitur.


Wie lange macht sie schon Biathlon?

Von Kindesbeinen an. "Ich hielt bereits mit sieben erstmals ein Biathlongewehr in der Hand", berichtet Laura Dahlmeier auf ihrer Homepage. Damals hatte es ihr aber eher der alpine Ski-Sport angetan, und so dauerte es zwei Jahre bis sie sich schließlich dazu entschloss, künftig als Skijägerin unterwegs zu sein. "Bis jetzt habe ich diesen Schritt nie bereut", heißt es auf der Homepage weiter. Kein Wunder, gehört die 23-Jährige vom SC Partenkirchen doch inzwischen unbestreitbar zur absoluten Weltspitze im Biathlon.

Laura Dahlmeier - Heimat- und Naturverbunden

Ein Kind der Berge, ein Kind der Natur: Laura Dahlmeier


Was macht sie neben dem Biathlon?

Als Hobbies gibt Laura Klettern, Bergsteigen und Mountainbike an. Letzteres ist nicht weiter erstaunlich, waren ihre Eltern Andreas und Susi Dahlmeier doch Anfang der 1990er-Jahre international erfolgreiche Mountainbiker. Kein Zweifel: Sie ist ein Kind der Berge, liebt es draußen in der Natur zu sein und betreibt als Leistungssportlerin auch abseits ihrer Disziplin viel Sport. Sie ist ausgebildete Zollwachmeisterin. Als Mitglied des Zoll-Ski-Teams kann sie sich aber ganz auf den Leistungssport konzentrieren. Dem Erfolg im Biathlon ordnet sie insgesamt viel Privates unter, denn über einen Freund ist bisher (noch) nichts bekannt geworden. Allerdings soll das nicht ewig so bleiben: "Ich möchte in meinem Leben noch so viele andere Sachen machen", sagt sie. Deshalb schließt sie auch ein frühes Karriere-Ende nicht aus. 


Wie ist Laura vom Wesen her?

Wer sie kennt, beschreibt sie als entspannt und entschlossen. "Es ist großartig, was sie macht. Vor allem die Art, wie sie es macht, ist total beeindruckend, mit der Abgeklärtheit, der Coolness", beschreibt Magdalena Neuner ihre legitime Nachfolgerin. Tatsächlich scheint Laura Dahlmeier der Vergleich mit der bisher größten deutschen Biathletin nicht zu belasten, eher im Gegenteil. Sie hat ihren eigenen Kopf. Als die Trainer erfuhren, dass sie zwischen zwei WM-Rennen in Hochfilzen am Regenerationstag noch einen Paraglidingflug hinlegte, lautete der Kommentar: "Der Laura kann man eh nur schwer etwas verbieten." Also auch keinen Extra-Sport zwischen den Wettkämpfen - und das, obwohl sie nach zweien ihrer WM-Erfolge Schwächeanfälle hatte. DSV-Teamarzt Klaus-Jürgen Marquardt dazu: "Wie sagt der Opa? Sie ist ein zähes Luder."


dho / dho

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