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Klitschko über Niederlage: "Das war nicht mein Abend"

Wladimir Klitschko hat seinen WM-Titel im Schwergewicht an den Briten Tyson Fury verloren. Im Interview gibt sich der Ukrainer als fairer Verlierer - und stimmt auf den Rückkampf ein.

Wladimir Klitschko musste gegen Tyson Fury eine Niederlage einstecken

WM-Titel adé: Wladimir Klitschko musste gegen Tyson Fury eine Niederlage einstecken

Der Titelverlust kam für Wladimir Klitschko überraschend: Der Schwergewichts-Weltmeister war als Favorit in den Kampf gegen Tyson Fury gegangen. Doch der Brite schaffte in Düsseldorf die Box-Sensation des Jahres. Durch einen einstimmigen Punktsieg nahm er Klitschko die Titel der drei großen Box-Weltverbände ab. Im Interview erklärt der Ukrainer, was ihm gefehlt hat.

Was war los? Das war heute nicht der Wladimir Klitschko, den man kannte und gegen den vermeintlichen Underdog Fury erwartet hatte?

Ich war gut vorbereitet und habe nicht gedacht, dass er es schaffen kann. Aber er hat es geschafft. Mir hat der Schlüssel zum Sieg gefehlt, ich habe bis zum Schluss für meine Schläge nicht die richtige Distanz gefunden.

Wie geht es jetzt weiter für Sie, denken Sie an Abschied aus dem Boxring?

Es ist noch zu früh, irgendetwas dazu zu sagen. Das wird folgen. Auf jeden Fall haben wir im Vertrag eine Rückkampfklausel. Also: Fortsetzung folgt. Aber man kann noch nicht sagen, wie und wann und wo.

Hatten Sie Fury unterschätzt?

Nein, ich war fit, ich war vorbereitet, aber irgendwie war das nicht mein Abend. Außerdem war er die ganzen 12 Runden sehr schnell, sehr beweglich. Er hat den Sieg verdient - Gratulation.

Haben Sie direkt nach dem Kampf gewusst, dass es nicht gereicht hat oder kam das Urteil überraschend für Sie?

Nein. Die ersten Runden war ich mir ziemlich sicher. Aber ich bin nie richtig in den Kampf gekommen. Dann habe ich gewusst, dass ich hinten liege.

Sie haben fast nie Ihre gefürchtete Rechte eingesetzt - war sie lädiert, wollten Sie sich schonen?

Nein, alles in Ordnung mit der Hand. Ich habe ein paar Rechte geschlagen und getroffen, aber leider viel zu selten.

Wie werden die nächsten Tage?

Bestimmt gut. Nach dem langen Trainingslager kann ich endlich meine kleine Familie wiedersehen, und ich freue mich schon auf Weihnachten mit ihnen und auf den ersten Geburtstag meiner Tochter. 


Interview: DPA

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