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Finaltisch bei Poker-WM: Deutscher Zocker auf bestem Weg zu zehn Millionen Dollar in Las Vegas

Pius Heinz gewann 2011 als bislang einziger Deutscher das als Poker-Weltmeisterschaft geltende Hauptturnier der Sommerserie in Las Vegas. Nun hat ein weiterer Deutscher gute Chancen, ihm zu folgen.

Genau 8569 Spieler hatten vor mehr als einer Woche die 10.000 US-Dollar (ca. 8900 Euro) Startgeld bezahlt, um sich beim wichtigsten Pokerturnier der Welt zu messen, dem Main Event der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas. Noch neun Zocker sind übrig und kämpfen am Sonntag und Montag um die zehn Millionen Dollar für den Gewinner. Die aktuell besten Chancen auf den Titel hat der Deutsch-Iraner Hossein Ensan, der das Feld mit großen Vorsprung in Chips anführt. Pius Heinz gewann 2011 als bisher einziger Deutscher das als Poker-Weltmeisterschaft geltende Turnier – Ensan könnte damit der zweite Deutsche werden, dem dieser Erfolg ebenfalls gelingt.

Ensan hat genau 177 sogenannte big blinds vor sich, so nennt man die Starteinsätze für jede Spielrunde. Die Spieler auf den Rängen hinter ihm haben 99 und 61 big blinds. Laut Plan soll am Sonntag zunächst solange gespielt werden, bis noch sechs Spieler übrig sind, dann soll Montag der Gewinner gekrönt werden. Alle neun haben bereits ein Preisgeld von einer Million Dollar sicher. Mit jedem Ausscheiden steigt die garantierte Geldsumme. Der dritte wird vier Millionen einstreichen, der zweite immerhin noch sechs Millionen.

Hossein Ensan hat bereits mehr als 2,3 Millionen erpokert

Der 55-jährige Ensan, der 1990 aus dem Iran nach Münster kam und Vater einer Tochter ist, ist in der Pokerszene kein Unbekannter. Im Dezember 2015 holte er bei der European Poker Tour (EPT) in Prag, einer Konkurrenzveranstaltung zur WSOP, den Titel und mehr als 750.000 Euro Preisgeld. Insgesamt hat er laut der Pokerdatenbank Hendon Mob mehr als 2,3 Millionen Euro bei Poker-Turnieren gewonnen. Allerdings sind dort nur die Gewinne verzeichnet. Wie viel Einsatz davon abgezogen werden muss, ist nicht bekannt. Zudem verkaufen zahlreiche Pokerspieler Anteile von sich an Investoren oder teilen sich mit befreundeten Zockern das Risiko. Entsprechend müssen sie dann die Preisgelder teilen.

Mit Robert Heidorn scheiterte übrigens ein zweiter deutscher Zocker nur kurz vorher. Er schied auf dem ungeliebten zehnten Platz aus und damit auf der sogenannten Bubble zum Finaltisch. 800.000 US-Dollar müssen ihm über diese Enttäuschung hinweghelfen.

Quellen: WSOP.com / Facebook / Hendon Mob

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