ZUFALL Wie der Schiri auf die Briefmarke kam...


Peter Hertel ist nicht berühmt, noch nicht mal Einheimischer - dennoch schaffte es der deutsche Fußball-Schiedsrichter auf 1,3 Millionen norwegische Briefmarken.

Das Konterfei des deutschen Fußball-Schiedsrichters Peter Hertel ziert als Folge einer Verwechslung 1,3 Millionen norwegische Briefmarken. Wie alle Osloer Medien am Osterwochenende in großer Aufmachung berichteten, wollten die Verantwortlichen der Post zum 100. Geburtstag des norwegischen Fußballverbandes den heimischen Pfeifenmann Lars Johan Hammer beim Einsatz abbilden. Als der aber Mitte der Woche der Einladung zur feierlichen Vorstellung der Jubiläumsmarke folgte, sah er das Bild eines Fremden. »Ich hab weder Brille noch Bart und muss schon sagen, dass ich baff war«, meinte der 27-Jährige, der Freunde und die komplette Verwandtschaft zum großen Ereignis mitgenommen hatte.

»Gesucht wird...«

Nachdem die größte Osloer Zeitung »Verdens Gang« eine Seite für das ominöse Fehlfoto unter der Überschrift »Gesucht wird« geopfert hatte, erinnerte sich ein Schiedsrichter an den Deutschen Peter Hertel von der SG Borussia Fürstenwalde in Brandenburg - dieser hatte ebenso wie Hammer beim Jugendturnier »Norway Cup« 1997 gepfiffen. Hertel bestätigte die Panne, nannte sie »amüsant« und hat zur Erleichterung der norwegischen Post auch nichts gegen den Verkauf der Marke ab 12. April. Postsprecherin Elisabeth Gjølme nannte die Angelegenheit »ziemlich peinlich«, schob aber die Schuld auch diskret ein Stückchen auf andere: »Wir waren guten Glaubens, als wir die Rechte an dem Foto gekauft haben.«


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