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Historiker bei "Anne Will" "70 Jahre Fehlschlag einer Politik sind doch kein Grund für eine Fortsetzung"

Bei Anne Will wurde Trumps Jerusalem-Entscheidung diskutiert. Wie entwickelt sich der Nahost-Konflikt? Als "ridiculous", lächerlich, bezeichnete Schriftstellerin Irene Dische diese Entscheidung. Ganz anders sah das Historiker Michael Wolffsohn. "Die Zwei-Staaten-Lösung ist nicht praktikabel" (Historiker Michael Wolffsohn). Israel und Palästina könnten unter keinen Umständen zum Frieden gezwungen werden, daher begrüße er den Vorstoß Trumps. Was nach dem Vorstoß kommt, um den Konflikt zu lösen, blieb aber offen. Mehr würde der geneigte Leser dann in seinem Buch finden, für das er ja bei Anne Will nicht werben durfte, so Wolffsohn. Im Laufe der Sendung sprach sich der Historiker gegen eine Weiterführung der Bemühungen nach dem jetzigen Muster aus. "70 Jahre Fehlschlag einer Politik sind doch kein Grund für eine Fortsetzung" (Historiker Michael Wolffsohn). Die Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt sei deswegen eine Idee, eine Bewegung, um neue Sichtweisen zu präsentieren. Ob Frieden einkehren wird oder sich die angespannte Lage weiter verschärft, das wusste aber auch der Historiker nicht zu beantworten.
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Bei Anne Will wurde Donald Trumps Jerusalem-Entscheidung diskutiert. Da kann man einer Meinung sein, muss man aber nicht. Historiker Michael Wolffsohn nahm dabei eine kontroverse Position ein.


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