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Viktor Janukowitsch Junior: Sohn von Ukraines Ex-Präsident im Baikalsee ertrunken

Der jüngste Sohn des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch ist bei einem Unfall in Sibirien gestorben. Er soll mit seinem Auto auf dem russischen Baikalsee durchs Eis gebrochen sein.

Tod im vereisten Baikal-See: Bei einem Unfall in Sibirien soll der jüngste Sohn des aus der Ukraine geflohenen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch ums Leben gekommen sein. Die frühere ukrainische Partei der Regionen gab den Unfalltod von Viktor Janukowitsch Junior am Montag bekannt. Den russischen Behörden zufolge saß der 33-Jährige am Steuer eines Volkswagens, als er am Freitag nahe der sibirischen Insel Okchon über den zugefrorenen Baikalsee fuhr und einbrach. Die fünf anderen Wageninsassen hätten überlebt.

Janukowitsch Junior saß seit 2006 im Parlament in Kiew. Nach dem Sturz seines Vaters im Februar vergangenen Jahres floh die ganze Familie aus der Ukraine nach Russland. Anders als gegen seinen Vater und seinen älteren Bruder Olexandr wird gegen ihn allerdings nicht ermittelt, auch wenn die EU seine Konten sperren ließ.

Unter anderem Namen gefahren

Russischen Angaben zufolge soll am Steuer des bereits am Freitag gesunkenen Fahrzeugs ein Mann mit anderem Namen gesessen haben. Nach Berichten ukrainischer Medien hatte sich der frühere Abgeordnete nach der Flucht der Familie Janukowitsch im vergangenen Jahr einen anderen Namen zugelegt. Der begeisterte Rennfahrer Janukowitsch hatte sich für die Entwicklung des Automobilsports in der Ukraine eingesetzt.

Die frühere Regierungspartei der Regionen sprach am Montag Ex-Präsident Janukowitsch in seinem russischen Exil sowie der Familie des Politikers ihr Beileid aus. Eine offizielle Stellungnahme der Familie Janukowitsch gab es zunächst nicht.

Mehrere Vertraute Janukowitschs tot

In den vergangenen Wochen waren schon mehrere einstige Vertraute von Expräsident Viktor Janukowitsch ums Leben gekommen. Der prominente Parlamentarier Michailo Tschetschetow hatte sich im Februar aus einem Hochhaus in Kiew gestürzt. Am 9. März war der Abgeordnete Stanislaw Melnik tot in seinem Badezimmer gefunden worden. Drei Tage später war Janukowitschs früherer Verbündeter Olexandr Pekluschenko mit einem Genickschuss getötet worden.

lie/AFP/DPA / DPA

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