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News des Tages: Rekord-Fettberg beseitigt: London gewinnt Schlacht gegen das "Monster von Whitechapel"

Libanons Ministerpräsident Hariri tritt zurück +++Trump besucht Pearl Harbor +++ Gabriel trifft türkischen Außenminister +++ Rekord-Fettberg in Londoner Kanalisation beseitigt +++ Autofahrer fährt auf Pannenfahrzeug auf und stirbt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

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Neun Wochen dauerte es, bis der riesige Fettberg in der Londoner Kanalisation abgebaut war

Die News des Tages im Ticker:

+++ 12.29 Uhr: Libanons Ministerpräsident Hariri tritt überraschend zurück +++

Der libanesische Regierungschef Saad Hariri hat überraschend seinen Rücktritt verkündet. Er trete vom Amt des Ministerpräsidenten zurück, erklärte Hariri in einer Fernsehansprache. Er habe Angst, wie sein Vater Rafik Hariri ermordet zu werden.

+++ 11.49 Uhr: Trump besucht Pearl Harbor +++

Auf seinem Weg nach Japan hat US-Präsident Donald Trump die Gedenkstätte für Kriegsveteranen in Pearl Harbor auf Hawaii besucht. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Melania nahm er am Freitag (Ortszeit) an einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die hunderten bei dem japanischen Angriff 1941 getöteten US-Soldaten teil. Der japanische Überraschungsangriff auf den US-Pazifikstützpunkt Pearl Harbor in Honolulu hatte den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg zur Folge. 

In Honolulu traf Trump Vertreter des US-Pazifikkommandos. Wegen der Drohungen aus Nordkorea, US-Stützpunkte im Pazifik anzugreifen, besteht derzeit erhöhte Sorge um die Sicherheit in der Region.

+++ 11.15 Uhr: Gabriel trifft türkischen Außenminister +++

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) ist zu einem "informellen Treffen" mit seinem türkischen Kollegen Mevlut Cavusoglu in Antalya an der türkischen Mittelmeerküste zusammengekommen. Bei dem Gespräch sei es "um die bilateralen Beziehungen" und "auch die schwierigen Themen und Erwartungen auf beiden Seiten" gegangen, hieß es in einer Twitter-Mitteilung des Auswärtigen Amtes am Samstag. Cavusoglu veröffentlichte die gleiche kurze Nachricht auf seinem Twitter-Account in türkischer und englischer Sprache. 

+++ 10.20 Uhr: Rekord-Fettberg in Londoner Kanalisation beseitigt +++

Spezialkräfte haben einen riesigen Fettberg in der Londoner Kanalisation in neun Wochen harter Arbeit abgebaut. Das 250 Meter lange Gebilde im Untergrund des Stadtteils Whitechapel bestand aus einem Mix von gehärtetem Kochfett und sanitären Abfällen wie Windeln und Feuchttüchern. "Wir haben die Schlacht gegen das Monster von Whitechapel gewonnen", twitterte das Wasserversorgungsunternehmen Thames Water. Der Krieg gegen die Fettberge gehe aber weiter.

Fettberge sind zu einem großen Problem in der britischen Hauptstadt geworden. Das Ausmaß des jetzt abgebauten Kolosses stellte jedoch alles in den Schatten, hieß es. Er wog etwa so viel wie ein Blauwal.

+++ 9.13 Uhr: Autofahrer fährt auf Pannenfahrzeug auf und stirbt +++

Auf der A39 bei Salzgitter ist ein Autofahrer ungebremst auf ein Pannenfahrzeug auf dem Seitenstreifen aufgefahren - und ums Leben gekommen. Der 51 Jahre alte Mann aus Karlsruhe prallte am Freitagnachmittag in Höhe der Ausfahrt Salzgitter-Lichtenberg auf einen Kleintransporter, wie die Polizei mitteilte. Zwei der acht Insassen des Transporters warteten neben dem Fahrzeug auf den Abschleppdienst. Die beiden Männer wurden schwer verletzt. Der 51-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Autobahn wurde in Richtung Braunschweig für drei Stunden gesperrt. 

+++ 8.52 Uhr: Olaf Scholz: Werde G20-Krawalle niemals abhaken +++

Die Krawalle beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg machen dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz nach wie vor zu schaffen. Er werde das niemals abhaken, sagt der SPD-Politiker dem "Spiegel". Auf die Frage, ob er sich nichts vorzuwerfen habe, antwortete er: "Glauben Sie mir: Es treibt mich um, dass wir die Hamburger und Hamburgerinnen nicht ausreichend schützen konnten, und das wird mich nicht loslassen." 

Bei den Krawallen war es zu gewalttätigen Ausschreitungen, Angriffen auf die Polizei und zur Plünderung von Geschäften gekommen. "Auch die Experten hatten nicht damit gerechnet, dass gewaltbereite Extremisten in diesem Umfang ziellos Autos und Geschäfte von Unbeteiligten angreifen. Darauf wird sich die Polizei in Zukunft einrichten müssen", sagte Scholz. Er hatte vor dem Gipfel erklärt, die Sicherheit sei garantiert, und die G20-Aufgabe für die Polizei mit dem jährlich stattfindenden Hafengeburtstag verglichen.

+++ 5.05 Uhr: Mehr als 140 tote Robben am Baikalsee in Sibirien angeschwemmt +++

Am Baikalsee in Sibirien sind mehr als 140 tote Baikalrobben angeschwemmt worden. "Alle gefundenen Kadaver sind von erwachsenen und kräftigen Tieren, 80 Prozent von ihnen sind trächtige Weibchen", teilten die russischen Behörden im Gebiet Irkutsk mit. Experten suchten nach der Ursache des Massensterbens. Bekannt sei nur, dass Krankheitserreger wie Viren oder Parasiten nicht gefunden worden seien, hieß es. Dennoch fürchten Behörden und Experten eine mögliche Epidemie. 

Die Baikalrobbe ist eine der wenigen Robbenarten, die im Süßwasser leben. Sie kommt ausschließlich im Baikalsee vor. Ihr Bestand wird auf rund 128.000 geschätzt. 

+++ 3.36 Uhr: Massiver Ausbau von Warnsystemen gefordert +++

Angesichts vermehrt auftretender Unwetter in Deutschland fordert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen massiven Ausbau von Warnsystemen. "Wir müssen besser und schneller warnen und die Bürger zielgerichtet informieren", sagte BBK-Präsident Christoph Unger den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Folgen des Klimawandels sorgten für immer häufigere Extremwetterlagen, sagte Unger dem Blatt. "Wir verzeichnen auch an Orten extreme Wetterlagen, an denen wir das bisher nicht erwartet haben." So könnten selbst kleine Bäche zu reißenden Strömen werden. Neben der Warnung über den Rundfunk können sich die Bürger auch mit Hilfe von Warn-Apps auf Smartphones etwa über drohende Unwetter oder Hochwasser informieren lassen. Diese müssten weiterentwickelt werden, wozu es ausreichender finanzieller Ressourcen bedürfe, sagte Unger. "Aktuell müssen wir die Fortentwicklung über EU- Projektmittel finanzieren." Dies sei nicht zufriedenstellend.

+++ 2.26 Uhr: Handel mit Waffen und Munition - 63-Jähriger in Haft +++

Spezialkräfte der Polizei haben einen mutmaßlichen Waffenhändler in Ulm festgenommen. Der 63-Jährige steht im Verdacht, mit Schusswaffen, Munition und Handgranaten gehandelt zu haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Bei der Durchsuchung am Freitag fanden die Ermittler auch ein Sturmgewehr. Sieben Gebäude und Grundstücke in Ulm und im Landkreis Neu-Ulm wurden durchkämmt. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass der Verdächtige gewerbsmäßig den illegalen Handel betrieben hat. Der 63-Jährige sollte dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei zwei weiteren Beschuldigten werde noch geprüft, ob sie ebenfalls in Haft genommen werden, hieß es weiter.

+++ 0.30 Uhr: Kennedy-Ermordung: USA gibt weitere Geheimdokumente frei +++ 

Die US-Regierung hat weitere bislang unter Verschluss gehaltene Dokumente zur Ermordung des früheren Präsidenten John F. Kennedy freigegeben. Insgesamt seien knapp 680 Dokumente veröffentlicht worden, teilte das US-Nationalarchiv mit. Darunter seien 553 Unterlagen, deren Veröffentlichung der Auslandsgeheimdienst CIA bislang unter Verweis auf Gefahren für die nationale Sicherheit abgelehnt hatte.

Die im Internet veröffentlichten Papiere rund um das Attentat auf Kennedy, um das sich bis heute Verschwörungstheorien ranken, enthalten unter anderem Aufzeichnungen der CIA, des Justiz- und des Verteidigungsministeriums sowie der sogenannten Warren-Kommission, die die Ermordung des charismatischen Präsidenten am 22. November 1963 in Dallas untersuchte.