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Vor Untersuchungsausschuss "Kein Anlass, von schweren Unregelmäßigkeiten auszugehen": Merkel verteidigt sich wegen Wirecard-Skandal

Sehen Sie im Video: Kanzlerin Merkel verteidigt sich vor Wirecard-Untersuchungsausschuss.




Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Einsatz für den mittlerweile insolventen Zahlungsabwickler Wirecard bei einer China-Reise als normalen Vorgang verteidigt. Die Bundesregierung setze sich regelmäßig im Ausland für die Interessen deutscher Konzerne ein, sagte die CDU-Politikerin am Freitag im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu dem milliardenschweren Finanzskandal. Das Wissen von heute entspreche aber nicht dem Kenntnisstand von 2018 und 2019. "Es gab damals allen Presseberichten zum Trotz keinen Anlass, von schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten bei Wirecard auszugehen", sagte Merkel. Unabhängig von Wirecard habe die Bundesregierung das Ziel gehabt, dass China seinen Markt öffne, ergänzte Merkel. Deswegen habe sie die Pläne von Wirecard für einen Markteintritt in der Volksrepublik bei der Reise angesprochen - wie auch andere Firmen und nur ganz kurz mit jeweils einem Satz. Wirecard sei aber nicht Teil der Wirtschaftsdelegation gewesen. Die Firma habe daran kein Interesse bekundet. Grundsätzlich habe sie nicht viel über Wirecard gewusst und sich auch nicht dafür interessiert, sagte Merkel. Oppositionspolitiker im Bundestag werfen Merkel dagegen vor, zu unkritisch agiert zu haben.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor dem Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal ausgesagt. Dabei verteidigt sie ihre Fürsprache für Wirecard in China.

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