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Carsharing-Konkurrenten: Car2Go und DriveNow planen offenbar Zusammenschluss

In Deutschlands Großstädten könnte es bald nur noch einen großen Carsharing-Anbieter geben. Der mögliche Zusammenschluss von Car2Go und DriveNow ist eine Kampfansage an andere Fahrgastvermittler wie das US-Unternehmen Uber.

Zwei Car2Go Wagen stehen an einer Straße in Köln. Der Carsharing-Anbieter könnte bald mit Konkurrent DriveNow fusionieren.

Car2Go oder DriveNow? Diese Frage dürfte sich für Carsharing-Kunden bald erübrigen

Einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge, wird in der Carsharing-Branche bald eine mächtige Allianz entstehen. Daimler und BMW wollen demnach ihre Carsharing-Geschäfte zusammenlegen - und darüber hinaus noch weitere Tochterunternehmen integrieren. Man geht davon aus, dass Car2Go und DriveNow dann einen einheitlichen Markennamen erhalten, Daimler kommentierte dies bisher jedoch nicht.

Sollte der Schritt kommen, dürfte er auch als Abwehrmaßnahme gegen Fahrdienstvermittler wie das US-Unternehmen Uber gesehen werden, die in vielen Ländern das traditionelle Taxi- und Mietwagengewerbe angreifen. Daimler soll laut dem Bericht überlegen, seinen Taxivermittler Mytaxi und auch die Online-Plattform Moovel in den möglichen Zusammenschluss mit DriveNow zu integrieren - wobei man aber offen für weitere Partner bleibe.

BMW-Partner Sixt hält 50 Prozent von DriveNow

Entscheidend für einen möglichen Deal ist die Haltung des Mietwagen-Unternehmens Sixt, das die Hälfte an dem BMW-Ableger DriveNow hält. Ende 2016 hatte der Konzern noch betont: "Eine Fusion von DriveNow und Car2Go käme für Sixt nicht infrage." Im Sixt-Umfeld heißt es nun jedoch, der BMW-Partner könne sich eine Beteiligung an der großen Carsharing-Allianz vorstellen.

sve / DPA
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