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Wegen einer Beschwerde: Darum verbannt Primark sein "Walking Dead" T-Shirt aus den Regalen

In England stört sich ein Kunde an einem T-Shirt-Spruch. Die Modekette Primark nimmt daraufhin alle Exemplare aus dem Programm. Und wird im Internet dafür verspottet.

Primark steht wegen seiner "Walking Dead"-T-Shirts in der Kritik

Die Modekette Primark steht wegen seiner "Walking Dead"-T-Shirts in der Kritik

"Eeny Meeny Miny Moe" steht in Großbuchstaben auf dem T-Shirt. Darüber liegt ein mit Stacheldraht umwickelter Baseballschläger. Das Etikett "Walking Dead" weißt darauf hin, was eingefleischten Fans beim Anblick sofort klar ist: Das Motiv ist eine Anspielung auf eine Szene aus der siebten Staffel der bekannten TV-Serie. Dabei benutzt Hauptdarsteller Jeffrey Dean Morgan (spielt den Fiesling Negan) den Kinder-Abzählreim "Eeny, meeny, miny, moe, catch a tiger by his toe" (im Deutschen vergleichbar mit "Ene mene miste"), um mit seiner blutverschmierten Baseballkeule sein nächstes Opfer auszuwählen. Anschließen schlägt er es tot. 

Ein methodistischer Geistlicher, der das T-Shirt in einer englischen Primark-Filiale sah, zeigte sich darüber schockiert. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, richtete er sich in einem Brief an die Geschäftsleitung und bat darum, das T-Shirt aus dem Programm zu nehmen. Der Aufdruck sei beleidigend und rassistisch. Jeder wüsste schließlich, dass es auch eine frühere Version des Spruches gibt, die mit den Worten endet: "catch a nigger by his toe" (fang einen Neger durch seinen Zeh). Primark reagierte prompt auf die Beschwerde und verbannte das T-Shirt aus 300 Shops. Auf den Vorfall angesprochen, erklärte ein Sprecher, dass es sich bei dem Shirt um ein Merchandise-Produkt aus den USA handele. "Jegliche durch das Design hervorgerufene Beleidigung ist vollkommen unbeabsichtigt und Primarkt entschuldigt sich aufrichtig dafür".

Jeffrey Dean Morgan spielt den fiesen Negan in Walking Dead

Jeffrey Dean Morgan mimt in der Serie "Walking Dead" den Bösewicht Negan 


Wenig Verständnis für Primark

Auf Twitter zeigen die User wenig Verständnis für die Aktion. "Lesen die Leute wirklich so viel da rein?", fragt einer. "Also Primark nimmt das Shirt aus dem Programm, weil EINE verrückte Person sich beleidigt fühlt? Ernsthaft? Lasst euch mal ein paar Eier wachsen." Eine Dame verlangt gar eine Erklärung: "Primark, können Sie bitte GENAU erkären, was an dem "Eeny meeny"-T-Shirt rassistisch ist und warum ihr es aus den Läden nehmt?"

Darunter hängt sie einen Wikipedia-Link, in dem der Spruch und seine Bedeutung erläutert wird. Dazu schreibt sie :"Ich lasse das jetzt hier, um zu beweisen, dass sein Ursprung nicht rassistisch ist und ihr eine lächerliche Entscheidung getroffen habt".



jek