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Davos: Die 18-jährige Klimaaktivistin, die Greta Thunberg beim Weltwirtschaftsforum in den Schatten stellt

Greta Thunberg liefert bei ihrem ersten Auftritt im Rahmen des World Economic Forum in Davos nicht die gewohnte Show. Das übernimmt stattdessen eine ihrer Mitstreiterinnen: Nathasha Mwansa aus Sambia.

Video: Thunberg fordert mehr Gehör für junge Generation

Mehrere junge Klimaaktivisten haben in Davos eine stärkere Mitsprache ihrer Generation beim Kampf gegen den Klimawandel gefordert. Die Politik habe die Erfahrung, die jungen Leute die Ideen, sagte Natasha Mwansa aus Sambia bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Sie müssten besser integriert werden. Es gehe nicht um Reden, sondern um Handlungen und Unterstützung. "Was zählt ist, was wir zu Hause machen. Wir werden nicht immer in Davos sein."

Mit ihrem energischen Auftritt stiehl die 18-Jährige sogar Greta Thunberg die Show. Die alte Generation habe zwar Erfahrung, sagte sie: "Aber wir haben Ideen, wir haben die Energie und wir haben die Lösungen für die Probleme von heute und auch die zukünftigen." Wir haben genug Macht, so Mwansa weiter: "Entweder ihr tut euch mit uns zusammen, oder wir müssen es allein machen." Für ihre Worte erhielt sie spontanen Applaus vom begeisterten Publikum.

Greta Thunbergs Rede im Video: Die Welt steht in Flammen

Thunberg in Davos: "Es muss viel mehr passieren"

Thunberg forderte derweil, die Wissenschaft stärker einzubinden. "Wir müssen die Krise behandeln als das, was sie ist: eine Krise", sagte die 17-jährige Schwedin. "Es muss viel mehr passieren, dies ist erst der Anfang." Persönlich könne sie sich über Aufmerksamkeit nicht beklagen. "Aber die Wissenschaft und die Stimmen der jungen Generation stehen nicht im Zentrum der Debatte. Doch das müssen sie."

Salvador Gomez-Colon von der Karibikinsel Puerto Rico forderte, die Klimakrise nicht zu politisieren. "Es ist keine politische Frage." Die Kanadierin Autmun Peltier kritisierte, die Menschen konzentrierten sich nur auf Geld. "Wir müssen uns aber darauf fokussieren, was passiert", sagte sie. Mwansa betonte, es sei wichtig, dass Politiker Gesetze einbringen. "Aber die Macht liegt nicht nur bei ihnen, sondern in jedem Einzelnen."

tim / DPA