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Börse: Dax-Vorstände verdienen 52 Mal so viel wie ihre Mitarbeiter

Sprudelnde Gewinne an der Börse sorgten nun dafür, dass die Dax-Vorstände noch höhere Gehälter einstrichen. Der Nebeneffekt: Der Graben zu den übrigen Angestellten wird immer größer. 

Dax-Vorstände

Theodor Weimer (M), Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG, spricht während der Feier zu 30 Jahre Dax auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse im Beisein der beiden Gründerväter des Dax, Frank Mella (2.v.l.) und Manfred Zaß (2.v.r.).

Picture Alliance / DPA

Die Gehaltsschere bei Börsenschwergewichten ist im vergangenen Jahr wieder auseinandergegangen. Die Vorstände der 30 Dax-Unternehmen verdienten im Schnitt 52 Mal so viel wie ihre Mitarbeiter, wie aus einer am Donnerstag in Frankfurt vorgestellten Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München hervorgeht. Im Jahr zuvor hatten die Topmanager 50 Mal soviel kassiert. Im Schnitt verdiente ein Vorstand demnach 3,6 Millionen Euro. 

Gute Zeiten für den Dax-Vorstand

Den Angaben zufolge stieg die Vergütung der Dax-Vorstände angesichts sprudelnder Gewinne im Schnitt um 4,5 Prozent. Die Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland seien dagegen nur um 2,5 Prozent gewachsen. "Der Trend der beiden vorausgegangenen Jahre hat sich damit gedreht", erläuterte Gunther Friedl vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Controlling der TU München.

sve / DPA
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