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DekaBank: Nächste Woche Krisensitzung

Die Probleme der DekaBank im Geschäft mit offenen Immobilienfonds in Deutschland setzen Bankchef Axel Weber zunehmend unter Druck.

Wegen dieser Schwierigkeiten müsse sich Weber nächste Woche auf einer Sondersitzung vor dem Verwaltungsrat rechtfertigen, hieß es am Mittwoch in Eigentümerkreisen des Instituts, das je zur Hälfte den Landesbanken und der öffentlichen Körperschaft des deutschen Sparkassenverbandes gehört. "Herr Weber steht unter Druck, aber es wird am 13. Oktober nicht um seine Ablösung gehen", verlautete aus den Kreisen.

Bank hat ein "Imageproblem"

Für Kritik sorge neben den deutschen Immobilienfonds auch die vergleichsweise schwache Entwicklung der Deka-Fonds insgesamt, die von den Sparkassen in ihren Filialen vertrieben werden. Außerdem habe das Institut ein "Imageproblem", weil es in die Frankfurter Immobilienaffäre verwickelt sei.

Der offene Deka-Immobilienfonds in Deutschland hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres Mittelabflüsse von rund 1,2 Milliarden Euro verzeichnet. Damit bestehe die Gefahr, dass der Fonds gesetzliche Vorgaben zur Mindestliquidität nicht mehr erfülle, hieß es in den Kreisen. Daher solle bei der anstehenden Verwaltungsratssitzung eine Auffanglösung gesucht werden. Unter anderem könnten Immobilien veräußert werden. Die Landesbanken reagierten jedoch unterschiedlich auf derartige Pläne. Während einige Landesbanken sich eine konzertierte Hilfsaktion vorstellen können, betonten andere, genug eigene Probleme zu haben und keine Immobilien oder Fondsanteile übernehmen zu wollen. (Reuters)

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