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Saison-Unterbrechung: 1. und 2. Bundesliga pausieren mindestens bis zum 2. April

Die 36 Fußball-Profiklubs haben sich in Frankfurt in einer Krisensitzung getroffen. Beschlossen wurde vorerst nur, dass der Spielbetrieb offiziell bis zu 2. April unterbrochen wird.

Gladbachs Patrick Hermann tritt einen Eckball im bisher einzigen Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte gegen den 1. FC Köln

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DPA

Die Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 in der Deutschen Fußball Liga organisierten Profi-Clubs am Montag in Frankfurt/Main beschlossen. "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen.

Unabhängig vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Bundesligen sind Spiele mit Fans in dieser Saison höchst unwahrscheinlich. "Geisterspiele werden die einzige Überlebenschance sein", sagte Seifert. "Es steht mehr auf dem Spiel als nur ein paar Fußballspiele."

Alles hängt davon ab, ob die EM stattfindet

Am vergangenen Freitag hatte die DFL nach massiver Kritik und langem Hin und Her den eigentlich für das Wochenende geplanten 26. Spieltag abgesagt. Die Branchengrößen hatten das zögerliche Krisenmanagement im Anschluss auch mit finanziellen Zwängen begründet. Hintergrund sind Zahlungen aus dem milliardenschweren TV-Vertrag, die nur fällig werden, wenn auch tatsächlich gespielt wird.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte unlängst von der "größten Krise des deutschen Profi-Fußballs" gesprochen. Sollte die Saison wegen der Krise nicht beendet werden können, drohen Einnahmeverluste in Höhe von rund einer dreiviertel Milliarde Euro. Auch deshalb war längst über Solidarfonds innerhalb der Ligen diskutiert worden.

Horst Seehofer

Von großer Bedeutung für den deutschen Fußball wird der Ausgang der Uefa-Konferenz am Dienstag sein. Die Europäische Fußball-Union berät über die Verlegung der Fußball-EM 2020 in den kommenden Winter oder den Sommer 2021. Sollte das Turnier aufgrund der Verbreitung von Sars-CoV-2 wie erwartet nicht wie ursprünglich geplant vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfinden, hätten die nationalen Ligen bis zum 30. Juni Zeit, ihre Saison abzuschließen.

tis/tkr / DPA

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