Wirtschaft
In China steigen seit drei Jahren zum ersten Mal die Erzeugerpreise

China: Kind mit Flagge
In China ging die Preisentwicklung viele Jahre nach unten. Nun wird vieles teurer in dem Land – unter anderem Lebensmittel
© Vincent Thian/ dpa
China bleibt von den Krisen der Welt nicht verschont. Laut neuer Zahlen verzeichnete das Land nun einen Preisanstieg. Dieser beendet eine lange Phase sinkender Kosten.

Auch China spürt die Auswirkungen des Irankrieges: Erstmals seit mehr als drei Jahren sind in dem Land die Erzeugerpreise im März wieder gestiegen. Der Erzeugerpreisindex (PPI) legte im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte. Damit endete eine 41 Monate andauernde Phase sinkender Preise. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet. Der Preisauftrieb geht den Daten zufolge auf steigende Importkosten im Kontext der Krise im Nahen Osten zurück.

In China werden Nahrungsmittel teurer

Die Verbraucherpreise stiegen unterdessen schwächer als erwartet. Der entsprechende Index (VPI) kletterte im März im Jahresvergleich um 1,0 Prozent, nachdem er im Februar noch um 1,3 Prozent angezogen war. Experten hatten ein Plus von 1,2 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent. Hier hatten Analysten einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet, nach einem Anstieg von 1,0 Prozent im Februar. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Jahresvergleich um 0,3 Prozent, während sich andere Waren um 1,2 Prozent verteuerten.

Reuters
akr

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