HOME

Neue Aktien: Parfümerie Douglas springt wieder aufs Börsenparkett

Ende 2012 war Douglas aus dem Dax ausgeschieden. Jetzt strebt das Unternehmen wieder zurück an die Börse. Mit dem Geld will das Unternehmen weiter wachsen.

Knapp neun Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet die Parfümerie-Kette inzwischen durch Online-Handel

Knapp neun Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet die Parfümerie-Kette inzwischen durch Online-Handel

Frischer Duft auf dem Parkett: Die Parfümerie-Kette Douglas will noch in diesem Jahr zurück an die Börse gehen. Mit mehr als 1700 Filialen in 19 Ländern sowie Onlineshops in 15 Ländern sei Douglas "bestens positioniert, um vom attraktiven Wachstumspotenzial im Beautymarkt zu profitieren", erklärte Douglas am Freitag in Hagen. Mit dem Geld aus dem Börsengang will das Unternehmen weiter wachsen. Das Angebot werde aus Anteilen aus dem Besitz der Eigentümer sowie aus neu auszugebenden Aktien bestehen, teilte Douglas weiter mit. Die neuen Aktien sollen demnach aus einer Kapitalerhöhung in Höhe von voraussichtlich 70 Millionen Euro kommen.

Douglas ist Teil der gleichnamigen Holding, zu der unter anderem auch die Thalia-Buchgruppe sowie die AppelrathCüpper-Modehäuser zählen. Die Unternehmensgruppe wird zu 80 Prozent vom US-Investmentfonds Advent und zu 20 Prozent von der Gründerfamilie Kreke gehalten. Die Familie werde auch "in Zukunft als Gesellschafter engagiert bleiben", erklärte Douglas-Chef Henning Kreke am Freitag. Nun sei die Zeit "für das nächste Kapitel gekommen".

Die Douglas-Gruppe war Ende 2012 aus dem Dax ausgeschieden, um sich neu auszurichten und sich ganz auf das Parfüm-Geschäft zu konzentrieren. Andere Unternehmensteile wie der Juwelier Christ und die Süßwarenmarke Hussel wurden verkauft.

Die Parfümeriekette Douglas ist nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von rund 17 Prozent die größte Europas. Etwa 80 Prozent des Umsatzes macht sie in fünf Kernmärkten, in denen der Konzern besonders stark vertreten ist. 2014 übernahm Douglas die französische Parfümerie-Kette Nocibé und expandierte nach Norwegen.

Rolle des Online-Handel immer wichtiger

Immer wichtiger wird für das Unternehmen der Online-Handel. In den vergangenen beiden Geschäftsjahren stieg der Umsatz dort laut Unternehmensangaben jeweils um rund 30 Prozent und macht inzwischen knapp neun Prozent des Gesamtumsatzes von etwa 2,5 Milliarden Euro aus. Im Geschäftsjahr 2013/2014 machte Douglas einen Gewinn vor Steuern von 256 Millionen Euro. Das erste Halbjahr 2014/2015 ist laut Douglas mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro und einem Gewinn vor Steuern von 180 Millionen Euro "sehr erfolgreich" verlaufen. Insgesamt hat der Parfümerie-Riese 17.000 Mitarbeiter.

AFP / AFP
Themen in diesem Artikel