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Was lohnt sich für wen?
E-Auto günstiger laden: Worauf es bei der Wahl des Stromtarifs ankommt

Ein rotes E-Auto ist an einer Wallbox angeschlossen
Das E-Auto günstiger zuhause laden? Mit dem richtigen Stromtarif ist das möglich.
© seksan Mongkhonkhamsao / Getty Images

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Wer ein E-Auto fährt und häufig zuhause lädt, denkt irgendwann über seinen Stromtarif nach. Wir erklären, welche Faktoren für die richtige Auswahl entscheidend sind. 

Die gute Nachricht vorweg: Wer sein E-Auto daheim an einer Wallbox lädt, zahlt in der Regel deutlich weniger pro Kilowattstunde als an öffentlichen Ladesäulen. Der ADAC rechnet für heimisches Laden mit rund 35 Cent pro Kilowattstunde beim normalen Haushaltsstromtarif. An öffentlichen Schnellladern können es hingegen 60 Cent pro Kilowattstunde oder mehr sein. Doch selbst, wer konsequent zuhause lädt, lässt oft Geld liegen, wenn der Tarif nicht zum Nutzungsverhalten passt. Wer das ändern will, sollte zunächst das eigene Ladeprofil unter die Lupe nehmen, bevor er Tarifangebote vergleicht.

Strom fürs E-Auto: Erst das Ladeprofil klären, dann den Tarif wählen

Ob ein spezieller E-Auto-Tarif sinnvoll ist, hängt von einigen wenigen Faktoren ab. Wer selten fährt, wenig daheim lädt und keine Wallbox besitzt, kommt mit dem normalen Haushaltsstromvertrag oft gut hin. Wer hingegen regelmäßig zuhause lädt, zum Beispiel über Nacht oder mittags, eine Wallbox hat oder einen Großteil seiner Ladevorgänge planbar gestalten kann, für den wird ein spezialisierter Tarif schnell interessant. Entscheidend sind dabei die jährliche Fahrleistung, der Anteil der Heimladevorgänge und ob das Laden eher zu festen Zeiten oder flexibel stattfindet.

E.On-Tarifberater hilft bei der Tarifauswahl

Einen praktischen Einstieg in die Tariffindung bietet der Online-Tarifberater von E.On: Das Tool kombiniert Angaben zum Haushalt mit der E-Auto-Nutzung – also jährliche Fahrleistung, Ladeanteil zuhause und Gesamtverbrauch – und schlägt darauf aufbauend passende Ökostromtarife des Anbieters vor. Wer sein Ladeprofil kennt, kann so in wenigen Schritten vom abstrakten Tarifvergleich zu einem konkreten Angebot gelangen. Das kann sinnvoller sein als ein reiner Preisvergleich ohne Kontext. 

Autostrom und Wallbox: Was lohnt sich wann?

Einige Energieunternehmen bieten spezielle Autostromtarife an. Wer genau vergleicht, kann das E-Auto damit günstiger laden als mit normalem Haushaltsstrom. Laut ADAC sind Einsparungen von bis zu 25 Prozent gegenüber dem regulären Tarif möglich. Spezielle Autostromtarife können sich vor allem dann lohnen, wenn regelmäßig an der eigenen Wallbox geladen wird und der Heimladeanteil hoch ist. Für separat abgerechnete Autostromtarife ist meist ein eigener Zähler für die Wallbox nötig, damit der Ladestrom getrennt vom übrigen Haushaltsverbrauch erfasst wird. 

Davon zu unterscheiden ist ein reduziertes Netzentgelt für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Kurz gesagt heißt das: Der Netzbetreiber kann stromintensive Verbraucher wie Wallboxen gezielt auf maximal 4,2 kW dimmen. Dafür werden die Entgelte günstiger. Auf diese Weise lässt sich eine steuerbare Wallbox also auch ohne klassischen Autostromtarif entlasten. Welche Lösung am Ende günstiger ist, hängt deshalb nicht nur vom Kilowattstundenpreis ab, sondern auch von Zähler, Steuertechnik, Fahrleistung und Ladezeiten des Autos.

Nachtladung, Boni und dynamische Stromtarife

Wer regelmäßig nachts lädt, sollte zusätzlich Bonusmodelle in den Blick nehmen: E.On verknüpft seine Home-&-Drive-Tarife zum Beispiel mit einem Nachtladebonus von bis zu 240 Euro pro Jahr, der bis Ende 2027 gilt. Voraussetzung sind unter anderem sechs Ladevorgänge pro Monat zwischen null und sechs Uhr, eine Mindestanschlussdauer von vier Stunden sowie die Verbindung des Fahrzeugs mit dem CarConnect-Dienst. Auch andere Anbieter wie Octopus bieten ähnliche Boni an. 

Für flexible und technikaffine Nutzer kommen darüber hinaus dynamische Stromtarife infrage. Wer zu Hause eine steuerbare Verbrauchseinrichtung wie eine Wallbox betreibt, kann dynamische Stromtarife seit April 2025 mit variablen Netzentgelten kombinieren, die je nach Tageszeit günstiger ausfallen. Im besten Fall unter zwei Cent pro Kilowattstunde statt der sonst üblichen neun bis zehn Cent. Allerdings erfordert das mehr aktives Steuern des Ladevorgangs und eine gewisse Bereitschaft, das Laden in Nebenzeiten zu verlagern.

Balkonkraftwerk als clevere Ergänzung zum Heimladen

Wer tagsüber zuhause ist oder das E-Auto mittags lädt, kann mit einem Balkonkraftwerk einen Teil des Ladestroms selbst erzeugen und damit die Stromkosten weiter drücken. Ein Balkonkraftwerk mit maximal 800 Watt Einspeiseleistung liefert an sonnigen Tagen häufig genug Energie, um zumindest einen Teil des täglichen Ladebedarfs abzudecken. Der Schlüssel liegt dabei aber im zeitlichen Zusammenspiel: Nur wenn Erzeugung und Verbrauch zusammenfallen, landet der Solarstrom direkt im Fahrzeug-Akku, statt ins Netz eingespeist zu werden.

Eine sinnvolle Ergänzung für dieses Szenario ist ein Steckersolargerät wie das Solakon OnPower. Das Balkonkraftwerk besitzt vier Solarpanels mit insgesamt 2.000 Wp Leistung und eine maximale Einspeiseleistung von 800 Watt. Das lohnt sich vor allem, wenn das eigene Auto tagsüber geladen wird. Optional kann der Speicher Solakon One gewählt werden, der überschüssigen Solarstrom puffert und ihn zeitversetzt und smart gesteuert bereitstellen kann.

Die Details: 

  • Solarpanels: 4x 500 Wp, bifazial
  • Wechselrichter: Fox ESS (800 Watt)
  • Optionaler All-in-One-Speicher Solakon One (2,11 kWh Kapazität)
  • Halterungen: optional (Aufpreis: ca. 200 Euro)
  • Preis: 399,99 Euro (nur Balkonkraftwerk), 919,99 Euro (mit Speicher)

Fazit: Ladeprofil kennen, Tarif gezielt wählen

Wer beim E-Auto-Laden sparen will, sollte nicht beim Tarifvergleich anfangen, sondern beim eigenen Verhalten. Wer wenig fährt und selten zuhause lädt, kommt mit dem normalen Haushaltsstrom oft gut hin. Wer hingegen regelmäßig über Nacht oder mittags an der eigenen Wallbox lädt, kann mit einem spezialisierten Autostromtarif oder einem Nachtladebonus wie dem von E.On bis zu 240 Euro pro Jahr herausholen. 

Dynamische Tarife lohnen sich zusätzlich für alle, die bereit sind, Ladevorgänge aktiv in günstige Tageszeiten zu verschieben. Und wer tagsüber daheim ist, kann mit einem Balkonkraftwerk einen Teil des Ladestroms schlicht selbst produzieren.

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