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AUTOVERMIETUNG: Sixt legt bei Vorsteuergewinn zu

Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat im dritten Quartal 2002 den Vorsteuergewinn gesteigert und zugleich die Gesamtjahresprognose bekräftigt.

Deutschlands größter Autovermieter Sixt rechnet trotz der Konjunkturflaute und der schlechten Lage auf den Gebrauchtwagenmärkten 2003 mit einem Umsatz- und Gewinnanstieg. In den ersten drei Quartalen 2002 steigerte die im MDax gelistete Gesellschaft bei einem Umsatzrückgang das Vorsteuerergebnis um gut 22 Prozent.

Für 2003 erwarte der Vorstand ein Plus von rund fünf Prozent beim Konzernumsatz sowie von mehr als zehn Prozent beim Vorsteuergewinn (EBT), teilte das in Pullach bei München ansässige Unternehmen in einer Pflichtveröffentlichung mit. Voraussetzung hierfür ist aber ein leichtes Anziehen der Konjunktur in Europa sowie keine weitere Verschlechterung des Gebrauchtwagenmarktes. Für 2002 bekräftigte das Unternehmen die bisherigen Ziele, wonach der Gewinn vor Steuern bei einem stagnierenden Jahresumsatz um rund 15 Prozent wachsen soll.

»Voll im Plan«

Mit den Eckdaten der ersten drei Quartale 2002 liege Sixt »voll im Plan«, hieß es. So kletterte das EBT per September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,1 Prozent auf 31,7 Millionen Euro. Der Umsatz der ersten neun Monate fiel allerdings um 7,4 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Sixt hatte bereits in der Vergangenheit erklärt, vor allem auf Profitabilität und weniger auf Umsatzwachstum setzen zu wollen.

Sixt zufolge zogen die Vermieterlöse in der Sparte Autovermietung im dritten Quartal mit einem Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich an. Nach neun Monaten liege der Vermietumsatz mit 480,5 Millionen Euro nur noch um 5,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Da die Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen wegen der Flottenverkleinerung zurückgingen, sank auch der Gesamtumsatz der Sparte per September um 15,1 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Das EBT erhöhte sich um 16 Prozent auf 22,5 Millionen Euro.

Vorsteuergewinn in Leasing-Sparte leicht gesunken

Der Geschäftsbereich Leasing verbuchte auf Grund höherer Umsätze mit Gebrauchtwagen insgesamt ein Umsatzplus von fast 40 Prozent auf 346,5 Millionen Euro verbucht, teilte Sixt weiter mit. Der Vorsteuergewinn der Sparte sank leicht auf 7,2 (7,5) Millionen Euro. Die Sparte e-Commerce konnte den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten ihr Vorsteuerergebnis um 2,9 Millionen Euro verbessern und kam so mit einem Gewinn von 1,5 Millionen Euro aus den roten Zahlen des Vorjahreszeitraums.

Wie andere Autovermieter auch ist Sixt vom Einbruch des Gebrauchtwagenmarktes betroffen, weil ein Großteil der Umsätze in der Branche aus dem Verkauf ausrangierter Fahrzeuge resultiert. Sixt hatte deshalb bereits im Sommer angekündigt, in neue Geschäftsfelder wie die Vermittlung von Flügen und Hotels einsteigen zu wollen.

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