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Bilanz: DZ Bank schreibt wieder schwarze Zahlen

Die DZ Bank hat nach Kostensenkungen und deutlich gesunkener Risikovorsorge für faule Kredite die Ertragswende geschafft. Das genossenschaftliche Institut verbesserte sein Betriebsergebnis auf 147 Millionen Euro.

Die DZ Bank hat nach Kostensenkungen und deutlich gesunkener Risikovorsorge für faule Kredite die Ertragswende geschafft. Das genossenschaftliche Institut verbesserte sein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge im vergangenen Jahr auf 147 Millionen Euro nach einem Minus von 777 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg von 55 Millionen auf 80 Millionen Euro. "Die Bank ist wieder auf dem Weg zur Normalität", erklärte Vorstandschef Ulrich Brixner am Freitag in Frankfurt am Main.

Risikosituation unter Kontrolle

Die wesentlichen Ziele, die sich das Institut zum Zeitpunkt der Fusion von DG und GZ-Bank vor drei Jahren gesetzt habe, seien realisiert worden. "Die Erträge haben wir in den strategischen Geschäftsfeldern weiter ausgebaut. Die Risikosituation haben wir unter Kontrolle gebracht", erklärte Brixner. Mit den konjunkturellen Problemen sei die Bank ebenfalls fertig geworden. Für das laufende Jahr rechnet der Manager mit einer weiteren Ergebnisverbesserung.

Wesentlicher Grund für die Ergebnisverbesserung 2003 war laut Brixner die Verringerung der Risikovorsorge auf 371 Millionen Euro nach 1,7 Milliarden im Vorjahr. Zudem habe die Bank bei der Verringerung des Verwaltungsaufwandes erheblich Fortschritte gemacht. Der Verwaltungsaufwand sank 2003 demnach um 3 Prozent auf 922 Millionen Euro. Darin komme auch die Verringerung der Beschäftigtenzahl um fast 2.000 Stellen seit der Fusion zum Ausdruck, erklärte Brixner.

Jahresüberschuss gestiegen

Auch die Konzernergebnisse zeigten nach oben. Das Ergebnis nach Risikovorsorge verbesserte sich deutlich auf 967 Millionen Euro nach einem Minus von 809 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg um knapp 9 Prozent auf 382 Millionen Euro.

Die Tochtergesellschaften hätten im Neugeschäft beachtliche Zuwachsraten erzielt, berichtete Brixner. So habe die R + V Versicherung bei Lebens- und Pensionsversicherungen im Neugeschäft einen Zuwachs von 21 Prozent auf 853 Millionen Euro verzeichnet. Die Fondsgesellschaft Union Investment verbuchte einen Nettozufluss von 7,8 Milliarden Euro und steigerte ihren Marktanteil auf 23,6 Prozent. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall habe beim Abschluss von Neuverträgen ihren Marktanteil auf fast 26 verbessert.

DPA