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Für Notfälle gerüstet Autoreparatur oder kaputte Waschmaschine: So viel Geld sollten Sie als Notgroschen zurücklegen

Notgroschen sparen
Notgroschen sparen
© Mikhail Blavatskiy / Getty Images
Die Autoinspektion wird teurer als gedacht, die Waschmaschine gibt ihren Geist auf oder eine andere Notsituation steht an: Gut, dass Sie Geld gespart haben für solche Momente. Das haben Sie doch, oder?

Für die Rente wird gespart, für die Klassenfahrt der Kinder, für ein neues Auto oder für den Urlaub: Geld auf die hohe Kante zu legen, fällt nicht leicht. Entweder ist schlichtweg nicht genug Geld da, um es zu sparen. Oder aber das Sparen an sich ist eine Belastung. Warum Geld in den Sparstrumpf stecken, wenn man es auch heute ausgeben kann.

In der Coronakrise haben die Deutschen so viel gespart wie noch nie. Das private Vermögen ist auf unglaubliche 7,1 Billionen Euro angestiegen, ein absoluter Rekordwert. Laut der DZ Bank haben die Deutschen im Pandemiejahr 2020 rund 393 Milliarden Euro gespart. Berechnungen zeigen, dass von 100 Euro verfügbarem Einkommen 17 Euro in zurückgelegt werden. 

Grund für das erhöhte Sparaufkommen ist aber nicht vorausschauende Planung, sondern Unsicherheit. Kurzarbeit, Einkommenseinbußen oder sogar Verlustangst beim Job: All diese Sorgen ließen das Sparschwein anschwellen. 

Notgroschen: So viel sollten Sie sparen

Dabei soll eigentlich nur für den Notfall vorgesorgt werden. Doch wie viel Geld sollte man für kaputte Haushaltsgeräte oder die Autoreparatur in der Hinterhand haben?

Wie viel Geld als Notgroschen  gespart werden sollte, ist nicht einfach zu beantworten. Auch Profis geben unterschiedliche Auskünfte. Einige Experten empfehlen einem Singlehaushalt, mindestens drei, besser sechs verfügbare Monatsnettogehälter zu sparen. Bei voll berufstätigen Paaren sollten drei Monatseinkommen gespart werden. Andere Banker setzen eine fixe Summe, meist 10.000 Euro an, um die Höhe des Notgroschens zu beziffern.

Wichtig ist, im Vorfeld zu wissen, welche Funktion der Notgroschen haben soll. Wird das Sparschwein regelmäßig geplündert, für Urlaube oder einen neuen Laptop, ist es kein richtiger Notfallfonds, der nur in Krisenzeiten helfen soll. Die unterschiedlichen Funktionen des Ersparten sollten getrennt werden. Den Notgroschen parkt man am besten auf einem Extra-Konto, gerne auch nicht bei der üblichen Bank, um das Geld gar nicht erst in Griffweite zu haben. Um eine Idee zu haben, wie viele Euros gespart werden sollen, ist ein Haushaltsbuch hilfreich, das genau zeigt, wofür Geld ausgegeben wird und wie viel im Monat reinkommt. Denn: Ein nicht unerheblicher Teil des Nettoeinkommens wird für Kleinkram ausgegeben. 

kg

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