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EROTIK: Schwarze Zahlen mit nackten Tatsachen

Der Erotikkonzern Beate Uhse stemmt sich mit seinem florierenden Europageschäft der Konsumschwäche in Deutschland erfolgreich entgegen.

So legte das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2002 bei Gewinn und Umsatz deutlich zu. Ein stagnierender Einzelhandelsumsatz konnte durch Zuwächse im Versand- und Großhandel mehr als ausgeglichen werden.

Prognose bleibt unverändert

Wie Europas größtes Erotikunternehmen mit Sitz in Flensburg mitteilte, erhöhte sich der Vorsteuergewinn um fast die Hälfte auf 12,5 Millionen Euro. Der Reingewinn legte binnen Jahresfrist auf 6,8 Millionen Euro von 3,1 Millionen Euro zu, der Umsatz stieg zum Vorjahreszeitraum um knapp 14 Prozent auf 182 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2002 bekräftigte der Konzern seine Prognose, wonach sich der Umsatz - abhängig vom Verlauf des Weihnachtsgeschäfts - auf 245 bis 250 Millionen Euro und das Vorsteuerergebnis auf 17 Millionen Euro belaufen sollen.

Versandhandel rettete das Geschäft

Eine Unternehmenssprecherin sagte, dass sich Beate Uhse im deutschen Einzelhandel nicht von der Konsumschwäche abkoppeln konnte. Allerdings hat der Versand- und Großhandel dies mehr als ausgleichen können. Während das Einzelhandelsgeschäft mit 50 Millionen Euro leicht unter Vorjahresniveau blieb, hat sich der Umsatz im Versandhandel auf 67,4 (Vorjahr 52,9) Millionen Euro und im Großhandel auf 46,7 (42,2) Millionen Euro erhöht. Der Bereich Entertainment mit Internet- und Telefonaktivitäten legte 27,5 Prozent auf 18,1 Millionen Euro zu.

Hoffnung auf das Weihnachtsgeschäft

Das Erreichen der Prognose für das Gesamtjahr macht Beate Uhse ausdrücklich davon abhängig, wie das Weihnachtsgeschäft verläuft. Dazu sagte die Sprecherin, dass man zwar nicht mit einer allzu hohen Nachfrage rechnet, die gesteckten Ziele aber voraussichtlich erreichen wird.

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