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Festival des Art Directors Club: Mobiles Internet und Soziale Netze verändern Werbewelt

Wie lassen sich Medien und neue Technologie für die Werbung nutzen? Der Wandel in der Mediennutzung stellt die Werbebranche vor enorme Herausforderungen. Neue Möglichkeiten bietet vor allem Facebook.

Neuartige Werbestrategien in einer digitalen Welt sind das zentrale Thema beim Festival des Art Directors Club für Deutschland (ADC) in Hamburg. "Nirgendwo gehen Sterne so schnell auf und verglühen so schnell wie im Universum der digitalen Zukunft", sagte Dörte Spengler-Ahrens von der Agentur Jung von Matt/Fleet zur Eröffnung eines Kongresstages im Rahmen des Festivals am Donnerstag. Und erinnerte dabei an hochgehypte Internet-Phänomene wie #Link;http://www.stern.de/digital/online/aol-90278427t.html;AOL#, #Link;http://www.stern.de/digital/online/second-life-90460052t.html;Second Life# oder #Link;http://www.stern.de/digital/online/studivz-90269793t.html;StudiVZ#, die heute schon nostalgische Erinnerungen auslösen.

Als einer der Hauptredner auf dem Kongress beschäftigte sich Mark D'Arcy, weltweiter Kreativ-Chef von #Link;http://www.stern.de/digital/online/facebook-90260287t.html;Facebook#, mit der Revolution in der Alltagskommunikation. "Wer in den siebziger Jahren eine Fernsehsendung sehen wollte, musste rechtzeitig zu Hause sein", sagte er. "Sonst hatte er die Sendung für immer verpasst." Heute dagegen könnten die Mediennutzer zu jeder Zeit und an jedem Ort jeden beliebigen Inhalt konsumieren. "Das heißt: Alles was Du machst, steht im Wettbewerb zu allem, was jemals gemacht worden ist", sagte D'Arcy.

"Fernsehen wird zum Radio und läuft nebenbei"

Vor diesem Hintergrund müsse Werbung neu gedacht werden. "Nicht mehr der Fernseher ist der erste Schirm, sondern das mobile Gerät, mit dem wir kommunizieren und in Kontakt sind", sagte D'Arcy. "Fernsehen wird zum Radio und läuft nebenbei." Die Aufmerksamkeit der Nutzer werde durch die Kommunikation gefesselt; sie verbringen mehr Zeit auf Facebook als auf jeder anderen Seite. Mit einer sehr persönlichen und emotionalen Ansprache könnten die Hersteller von Markenartikeln über Empfehlungen und Weiterleitungen innerhalb der Facebook-Welt enorme Werbewirkungen erzielen. Mit klassischen Medienkampagnen habe das aber wenig zu tun und müsse auf die jeweilige Marke und die potenziellen Kunden abgestimmt sein.

Zu dem dreitägigen ADC-Festival sind mehr als 10.000 Werbefachleute zusammengekommen, um die Fragen ihrer Branche zu diskutieren und besonders gelungene Arbeiten auszuzeichnen. Der ADC will höchste Ansprüche in der Werbung fördern und den Nachwuchs der Branche betreuen.

Von Eckart Gienke, DPA / DPA