Geldgeheimnisse
Nur jeder Zweite verrät dem Partner, was er verdient

Geld in der Beziehung: Zeigst du mir deinen Kontostand, Liebling?
Geld in der Beziehung: Zeigst du mir deinen Kontostand, Liebling?
© MoMo Productions / Getty Images
Über Geld spricht man – nicht einmal mit dem eigenen Partner? Eine Umfrage zeigt, dass viele weder Gehalt noch Kontostand verraten. Andere teilen sogar die Pin der EC-Karte.

Die persönlichen Finanzen sind in der Partnerschaft oft ein großes Tabuthema. Viele Menschen verraten ihrem Liebsten oder ihrer Liebsten weder ihr Gehalt noch ihren Kontostand, wie eine Befragung des Vergleichsportals Verivox und der Datingplattform Parship ergab.

Laut der Umfrage hat nur etwa jeder zweite Befragte (55 Prozent) in seiner „letzten langfristigen Beziehung“ dem damaligen Partner oder der damaligen Partnerin verraten, was er oder sie verdient. Ein noch größeres Geheimnis ist das Vermögen: Nur jeder Dritte (35 Prozent) gibt an, dass der andere wusste, wie viel Geld der Partner insgesamt besitzt. Männer sind in beiden Punkten etwas auskunftsfreudiger als Frauen, der Unterschied ist aber nicht groß.

Zurückhaltung bei Geldfragen

Auch in anderen Geldfragen zeigten sich die Befragten zurückhaltend. Nur drei von zehn Befragten (29 Prozent) erzählten ihren Partnern, wie viele Schulden oder laufende Kredite sie hatten. Ebenfalls 29 Prozent teilten Informationen über ihr finanzielles Sicherheitsnetz in Form von Notgroschen oder Investments.

Auch Karrierepläne sind offenbar kein allzu großes Gesprächsthema in vielen Beziehungen. Nur 35 Prozent sprachen mit dem Partner darüber, ob sie über einen Jobwechsel nachdenken oder Gehaltsverhandlungen planen.

Einige wenige sind in der Beziehung dagegen ganz besonders offenherzig. So verrieten 13 Prozent der Befragten ihrem Partner die Geheimzahl der EC- oder Kreditkarte. Und 9 Prozent hatten kein Problem damit, die Login-Daten zum Online-Banking des eigenen Girokontos weiterzugeben.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Online-Umfrage unter 2665 Personen und sind repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundesland. Gefragt wurde allerdings ausschließlich nach vergangenen und demnach offenkundig gescheiterten Beziehungen. Eine Befragung unter Paaren, die nach wie vor glücklich und zufrieden zusammenleben, würde womöglich andere Ergebnisse bringen.