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Halbjahresbilanz: Gewinnanstieg bei Henkel

Der rigorose Sparkurs zahlt sich aus: Waschmittelhersteller Henkel freut sich über einen saftige Gewinnanstieg im zweiten Quartal. Bei einem weniger starken Dollar wäre auch der Umsatz raufgegangen.

Für Europas führenden Waschmittelhersteller Henkel (Persil, Spee) zahlt sich das seit eineinhalb Jahren laufende Sparprogramm aus. Der Konzern erzielte im zweiten Quartal 2003 trotz Wechselkurseinflüssen und Kaufzurückhaltung auf dem Heimatmarkt einen deutlichen Gewinnanstieg. Der Überschuss stieg um 11,4 Prozent auf 127 Millionen Euro, teilte Henkel am Montag mit. Alle Sparten, zu denen Kosmetik (Schwarzkopf) und Klebstoffe (Pritt) gehören, hätten das Betriebsergebnis verbessert. Die Ziele für 2003 würden nicht gekürzt. Das Ergebnis je Aktie soll um knapp 10 Prozent steigen.

Erfolg der neuen Werbekampagne

Der Konzernumsatz ging im zweiten Quartal in erster Linie durch Wechselkurseffekte um 4,4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zurück. Rund vier Fünftel seines Umsatzes erlöst Henkel im Ausland. Deshalb hinterließ der Höhenflug des Euro zum Dollar deutliche Spuren in den Quartalszahlen. Bereinigt um die Wechselkurseffekte stieg der Konzernumsatz um 3,4 Prozent an. In Deutschland blieb der Umsatz wegen der Konsumzurückhaltung um 1,1 Prozent unter dem Niveau des zweiten Quartals 2002. Die neuen Werbekampagnen, in den das Wort Qualität betont werde, zeigten Wirkung. Die Düsseldorfer stellen keine Produkte für Discounter her, die auf dem Vormarsch sind.

Zukäufe in USA und Asien geplant

Das Wachstum solle auch in Zukunft von Zukäufen unterstützt werden, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Ulrich Lehner. Regional verstärken wolle sich Henkel vor allem in den USA und Asien. Für Übernahmen stehen nach Informationen aus Branchenkreisen etwa sieben Milliarden Euro zur Verfügung. Aus dem Verkauf der Wella-Beteiligung über 6,86 Prozent erwartet Henkel einen Buchgewinn in zweistelliger Millionenhöhe. Lehner sagte, der Gewinn werde sich in der Mitte der Spekulationen bewegen. Eine Zeitung habe bis zu 60 Millionen Euro genannt, eine andere bis zu 100 Millionen Euro.