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Internet: Google startet Aktienauktion

Nur mit Anmeldung: Für registrierte Bieter geht diesen Freitag die lang erwartete Online-Aktienauktion des Suchmaschinen-Betreibers Google los. Unterdessen drohen neue Ermittlungen der US-Börsenaufsicht.

Googles lange erwartete Online-Aktienauktion soll an diesem Freitag starten. Die Versteigerung der insgesamt 25,7 Millionen Aktien werde um 09.00 Uhr New Yorker Zeit (15.00 Uhr MEZ) beginnen, teilten die Betreiber der Suchmaschine am Donnerstag (Ortszeit) mit. Als Bieter werden nur Investoren zugelassen, die sich zuvor haben registrieren lassen. Mit der Auktion wird auch der Ausgabepreis der Anteilsscheine ermittelt. Das Unternehmen erwartet, dass in der kommenden Woche der endgültigen Aktienpreis für den Börsengang bekannt gegeben wird. Insgesamt sollen mit dem Börsengang 25,7 Millionen Aktien ausgegeben werden. Wie viele Bieter sich für die Auktion registriert haben, teilte Google nicht mit.

Größter Internet-Börsengang seit 1995

In den Unterlagen, die Google der US-Börsenaufsicht SEC vorgelegt hat, hieß es, Google rechne mit einem Ausgabepreis zwischen 108 und 135 Dollar. Google erwartet sich von dem Börsengang eine Erlös von rund 3,3 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hat sich allerdings einen Spielraum gelassen, den Ausgabepreis unter den per Versteigerung ermittelten Preis zu senken, um eine breitere Streuung der Aktien zu ermöglichen. Der Börsengang ist der größte eines Internetunternehmens seit 1995, als die inzwischen im Time-Warner-Konzern aufgegangene Softwarefirma Netscape ihre Aktien an den Markt brachte.

Nach einer Reihe von Schwierigkeiten im Vorfeld der Online-Auktion droht Google möglicherweise weiterer Ärger. Nach einem Bericht der Online-Ausgabe des "Wall Street Journals" ermittelt nun auch die US-Börsenaufsicht SEC gegen den Börsenaspiranten wegen eines möglichen Verstoßes gegen die vor einem Börsengang geltende Schweigepflicht. Die Google-Gründer Larry Page und Sergej Brin sollen rund eine Woche, bevor das Unternehmen die Unterlagen bei der Behörde eingereicht hatte, dem "Playboy" ein Interview gegeben haben. Darin ging es unter anderem um Marktchancen des Google-E-Mail- Dienstes Gmail sowie die Auswirkungen des Börsengangs auf die Unternehmenskultur.

DPA / DPA
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