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Kriminalität: Falsche Fuffziger

Sie galten als besonders sicher - jetzt gelangen immer mehr unechte Euro-Banknoten in Umlauf. Dabei könnten die meisten Blüten leicht enttarnt werden.

Gerade mal 16 Monate steckt der Euro in unseren Geldbörsen - und schon schlagen Polizeibehörden, Banken und Verbraucherorganisationen Alarm. Das einst als fälschungssicher gepriesene neue Geld wird inzwischen mit großer Raffinesse kopiert, Euro-Blüten kommen massenhaft auf den Markt. Nach Feststellung der Bundesbank wurde die Zahl der in Deutschland sichergestellten Falsifikate im vergangenen Jahr gegenüber 2001, der letzten Phase der D-Mark, bereits "leicht überschritten".

In Niedersachsen, so die Auskunft des Landeskriminalamtes (LKA) Hannover, waren seit Anfang 2002 gut 2.000 Ermittlungsverfahren in Sachen Falschgeld anhängig. Vor allem Bayern wird von einer Falschgeld-Schwemme heimgesucht. Seit Anfang 2002 wurden dort nach Angaben des LKA-Dezernatleiters Eduard Liedgens schon rund 4.000 Ermittlungsverfahren registriert: "Meist ging es um einzelne Noten, aber vielfach auch um größere Beträge." Zum bayrischen Absatzgebiet haben viele Täter den kürzesten Weg, denn die meisten kommen offensichtlich aus Rumänien und Bulgarien. Aus Bulgarien stammen auch falsche Scheine im Nennwert von 400.000 Euro, die die Polizei kürzlich in Bochum sicherstellte - der bislang größte Fund von Euro-Blüten. Sieben Personen in Österreich und Deutschland wurden festgenommen.

Vornehmlich auf dem Balkan, aber auch in Polen und Litauen sind "kriminelle Organisationen" am Werk, die es "geschafft haben, fast alle Sicherheitsmerkmale nachzumachen", sagt der LKAExperte Liedgens. Die Falsifikate hätten inzwischen "eine solche Qualität erreicht, dass es für Laien immer schwerer wird, sie auf Anhieb zu erkennen".

Vor allem auf 50-Euro-Scheine haben sich die Fälscher spezialisiert. Denn die meistverbreitete Banknote wird an Kassen oft ungeprüft entgegengenommen. Hunderter, Zweihunderter und Fünfhunderter erwecken weit mehr Misstrauen und werden deshalb seltener gefälscht. Die Täter, weiß der Münchner Kriminaler, "fallen nicht selten mit einem Pkw voller Blüten hier ein und versuchen, in Kaufhäusern und Supermärkten kleinwertige Waren zu erstehen, um möglichst viel echtes Wechselgeld herauszubekommen". Sogar mit gefälschten Münzen gehen Kriminelle laut Liedgens auf Beutezug: "Wenn man die in großen Mengen streut, kann das ebenfalls satten Profit bringen." Im vergangenen Jahr gelang es der italienischen Polizei, in einem früheren Kloster bei Mailand eine Werkstatt auszuheben, die sich auf das Fälschen von 50-Cent-Münzen spezialisiert hatte.

Das Bundeskriminalamt empfiehlt für Ladenkassen Geldprüfgeräte als Standardausrüstung - auch zum Schutz der Kunden, damit diese kein wertloses Wechselgeld erhalten. Gute Hilfsmittel sind bereits UV-Lampen und Marker. Falsche Scheine haben im Gegensatz zu echten Noten meist Aufheller im Papier, sodass sie unter UV-Licht hell aufleuchten. Marker hinterlassen auf echten Noten kaum sichtbare Striche, auf Blüten dagegen grau-braune. Schwieriger erkennbar sind hochwertige Falsifikate, allerdings gelingen solche Top-Fälschungen nach Erkenntnissen der Ermittler nur selten. Hersteller bieten rund 100 verschiedene Prüfgeräte an - zu Preisen zwischen zehn und 200 Euro.

In der Regel kommen jedoch Blüten auf den Markt, die laut Liedgens durch "sehen, fühlen, kippen" enttarnt werden könnten: "Wer weiß, wie ein echter Euro-Schein aussieht, kann auch einen falschen erkennen."

Herbert Uniewski

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.