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Krisen in Irak und Ukraine: Dax fällt unter die Marke von 9000 Punkten

Die zahlreichen internationalen Krisen, etwa im Irak und in der Ukraine, drücken den Deutschen Aktienindex auf die niedrigste Marke seit Monaten.

Der Dax ist erstmals seit Mitte März wieder unter 9000 Punkte gefallen. Im frühen Handel büßte der deutsche Leitindex 1,07 Prozent auf 8942 Punkte ein und setzte damit seinen Abwärtstrend fort. Der MDax sackte um 1,22 Prozent ab auf 15.154 Punkte und der TecDax verlor 1,78 Prozent auf 1143 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,83 Prozent bergab.

Vor allem die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama beunruhigte die Investoren: In der Nacht auf Freitag genehmigte er Luftangriffe gegen radikale Milizen der Organisation "Islamischer Staat" zum Schutz amerikanischer Militärangehöriger und bedrohter Minderheiten im Nordirak. Hinzu kommen die sich zuspitzende Krise in der Ukraine und der Gaza-Konflikt, die den Dax unter Druck hielten. Zudem sahen Experten negative Nachwirkungen von Aussagen der Europäischen Zentralbank, die am Vortag nichts wirklich Neues verkündet habe.

Die Aktien der Allianz legten nach Zahlen um 0,49 Prozent zu. Der Versicherer konnte dank geringerer Katastrophenschäden seine Gewinne im zweiten Quartal deutlich steigern und die Erwartungen der Branchenexperten übertreffen. Die Titel von Rhön-Klinikum stiegen nach der Vorlage von Halbjahreszahlen um 0,78 Prozent. Beim IT-Anbieter Bechtle sorgte die Bilanzvorlage hingegen für Kursverluste von 2,24 Prozent.

Im Dax sind die Werte der 30 wichtigsten börsennotierten deutschen Unternehmen zusammengefasst. Während der Finanzkrise war er im März 2009 innerhalb kurzer Zeit auf unter 3700 Punkte gefallen. Sorgen über die Rezession und die maroden Staatsfinanzen beherrschten damals die Debatten der Anleger.

and/DPA / DPA
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