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Software: Oracle-Quartalsgewinn übertrifft Erwartungen

Der US-Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Oracle hat im zweiten Geschäftsquartal angesichts eines verbesserten Geschäfts in Nordamerika einen höher als erwarteten Gewinn und Umsatz ausgewiesen.

Der US-Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Oracle hat im zweiten Geschäftsquartal angesichts eines verbesserten Geschäfts in Nordamerika einen höher als erwarteten Gewinn und Umsatz ausgewiesen. Für das laufende Quartal rechnete das Unternehmen mit einem weiteren Zuwachs. Im nachbörslichen Handel stiegen Oracle-Aktien darauf um fast drei Prozent.

Umsatzplus von acht Prozent

"Der Geschäftsoptimismus scheint sich zum ersten Mal seit mehreren Jahren zu verbessern", sagte am Montag der Finanzchef des in Redwood Shores in Kalifornien ansässigen Konzerns, Jeff Henley. Im abgelaufenen Quartal per 30. November habe der Reingewinn 617 Millionen Dollar oder zwölf Cent je Aktie betragen nach 536 Millionen Dollar oder zehn Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum, teilte Oracle nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von elf Cent je Aktie erwartet. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um acht Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden). Analysten hatten hier im Schnitt 2,4 Milliarden Dollar prognostiziert.

Auch Jahresumsatz wird deutlich steigen

Der Umsatz der Datenbank-Software sei um fast elf Prozent auf 712 Millionen Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen weiter mit. Henley sagte, Oracle sei mit dem Ergebnis des abgelaufenen Quartals sehr zufrieden. "Alle wichtige Software-Produktgruppen und geographische Regionen haben ein Wachstum ausgewiesen." Zur guten Geschäftsentwicklung hat auch der schwache Dollar beigetragen. Für das laufende Quartal wird mit einem Gewinn von elf bis zwölf Cent je Aktie gerechnet, teilte Oracle weiter mit. Der Gesamtumsatz werde vermutlich um sieben bis zehn Prozent steigen. Für den Umsatz mit neuen Softwarelizenzen, die als maßgeblicher Indikator für die Geschäftsentwicklung gelten, erwartet Oracle ein Plus von fünf bis 15 Prozent.

Hauptkonkurrent von SAP

Oracle ist auf dem Markt für betriebswirtschaftliche Software zweitgrößter Anbieter hinter der deutschen SAP. Seit Monaten tobt eine Übernahmeschlacht um den Konkurrenten PeopleSoft, für den Oracle ein feindliches Übernahmeangebot im Volumen von 7,3 Milliarden Dollar vorgelegt hat. Peoplesoft hat seinerseits den Konkurrenten J.D. Edwards übernommen und setzt sich heftig gegen den Oracle-Übernahmeversuch zur Wehr. Henley sagte, er rechne weiterhin damit, dass die US-Regulierungsbehörden der Übernahme zustimmten.

DPA