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Verbraucherschutz: Aigner nimmt hohe Dispozinsen ins Visier

Sie sind eine Ärgernis, ganz gleich, bei welcher Bank die Kunden auch ihr Konto führen: hohe Dispozinsen für Überziehungskredite. Jetzt will sich Verbraucherministerin Aigner des Themas annehmen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will hohe Dispozinsen fürs Konto-Überziehen schärfer ins Visier nehmen. "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn Banken sich einerseits bei der Zentralbank billiges Geld beschaffen, andererseits aber ausgerechnet jene Kunden mit hohen Zinsen abkassieren, die am wenigsten haben", sagte Aigner der "Bild"-Zeitung. Wie Geldinstitute ihre Zinsen jeweils anpassen, solle nun eine Untersuchung des Ministeriums klären. Danach solle über mögliche Konsequenzen entschieden werden.

Auch Verbraucherschützer kritisieren seit längerem "Wucher" mit Dispozinsen von zwölf Prozent und mehr. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gefordert, dass per Gesetz niedrigere Obergrenzen festgelegt werden sollten. Ungefähr jeder sechste Bankkunde in Deutschland steht nach Branchenangaben mit seinem Girokonto im Minus.

kng/DPA / DPA
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