Versicherungen Münchener Rück erwartet Jahresverlust


Der weltgrößte Versicherer Münchener Rück hat zum ersten Mal seit Anfang 2002 wieder ein Quartal mit Gewinn abgeschlossen, ist dabei aber klar unter den Markterwartungen geblieben.

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück erwartet für 2003 seinen ersten Verlust seit fast 100 Jahren. Grund sind unter anderem eine hohe Steuervorsorge und bereits vorgenommene Abschreibungen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Vor Steuern rechnet der Konzern mit einem "sehr deutlichen Gewinn", der aber nicht beziffert wurde. Zuletzt hatte die Münchener Rück im Zuge des großen Erdbebens in San Francisco 1906 einen Verlust verbucht. Der Konzernumsatz soll in diesem Jahr bei rund 40 Milliarden Euro stagnieren.

Nachwirkungen der Börsenschwäche

Im dritten Quartal kehrte die Münchener Rück zwar erstmals seit Anfang 2002 in die Gewinnzone zurück, der Überschuss fiel jedoch mit 152 Millionen Euro geringer aus als von Experten erwartet. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 859 Millionen Euro angefallen. Vor allem beim Kapitalanlageergebnis in Höhe von 2,28 Milliarden Euro bekam der Konzern noch die Nachwirkungen der Börsenschwäche zu spüren.

Buchgewinne durch Anteilsverkauf

Vor kurzem hatte das Unternehmen 7,5 Millionen Allianz-Aktien für 675 Millionen Euro verkauft und so seinen Anteil an Europas größtem Versicherer auf 12,2 Prozent gesenkt. Daraus fließt der Münchener Rück nach Unternehmensangaben im vierten Quartal ein Buchgewinn von 390 Millionen Euro zu.

DPA

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