HOME

WorldCom: Banken einigen sich mit Anlegern

Die Deutsche Bank und die WestLB haben sich mit ehemaligen Aktionären des Pleite gegangenen US-Telekomkonzerns WorldCom auf einen Vergleich geeinigt.

Die Deutsche Bank hat mit einer Zahlung von 325 Millionen Dollar einen Rechtsstreit mit Inhabern von Aktien des zusammengebrochenen US-Telekom-Konzerns WorldCom beigelegt.

Die Bank erklärte am Donnerstag, mit der Zahlung gehe kein Schuldeingeständnis einher. Man sei aber froh, die vor einem New Yorker Gericht anhängige Streitsache nun geklärt zu wissen. Die Inhaber von WorldCom-Papieren hatten einer Reihe von Banken vorgeworfen, Risiken kurz vor dem Zusammenbruch des WorldCom-Konzerns versteckt zu haben. Einige tausend Investoren hatten deshalb Klage eingereicht. Mehrere Institute, darunter Citigroup und Bank of America hatten den Streit bereits mit Millionenzahlungen beigelegt.

WestLB legt für 75 Millionen Dollar WorldCom-Streit bei

Wenige Stunden vor der Deutschen Bank hatte auch die WestLB mit einer Zahlung von 75 Millionen Dollar den Rechtsstreit mit Inhabern von Aktien und Anleihen des zusammengebrochenen Telekom-Konzerns WorldCom beigelegt.

Die WestLB und die Tochter der italienischen Banca Intesa, Caboto Holding, zahlten insgesamt 112,5 Millionen Dollar, teilte der staatliche Kontrolleur New Yorks am Donnerstagabend in Washington mit. Damit entfielen auf die italienische Bank 37,5 Millionen Dollar.

Die Inhaber von WorldCom-Papieren hatten einer Reihe von Banken vorgeworfen, Risiken kurz vor dem Zusammenbruch des WorldCom-Konzerns versteckt zu haben. Einige tausend Investoren hatten deshalb Klage eingereicht. Mehrere Institute, darunter Citigroup und Bank of America, hatten den Streit bereits mit Millionenzahlungen geregelt. Ein Verfahren gegen verbliebene Banken wie die Deutsche Bank soll am 17. März beginnen.

WorldCom, der ehemals zweitgrößte US-Telekomanbieter von Fernverbindungen hatte im Juli 2002 Gläubigerschutz beantragt. In den Bilanzen des Unternehmens waren Fehlbuchungen über elf Milliarden Dollar aufgedeckt worden.

Reuters / Reuters