HOME

San Francisco: Der kriminelle Airbnb-Betrug mit einer Luxusvilla

Was passiert während des Urlaubs mit der heimischen Wohnung? Die einen suchen einen Aufpasser, der die Blumen gießt. Andere bessern sich durch einen Zwischenmieter die Urlaubskasse auf. In Amerika hat ein Betrüger beides kombiniert und doppelt kassiert.

Wer in einer Villa wohnt, holt sich - zumindest in den USA - einen Housesitter. Doch offenbar gibt es auch Betrüger.

Wer in einer Villa wohnt, holt sich - zumindest in den USA - einen Housesitter. Doch offenbar gibt es auch Betrüger.

Ein Ehepaar aus San Francisco wollte für eine Woche aus der Großstadt fliehen und es beim Burning Man Festival so richtig krachen lassen. Das Festival ist bekannt für seine ausschweifenden Partys. Zu Hause wollten die beiden dabei aber alles in geregelten Bahnen wissen und nichts dem Zufall überlassen. Als Aufpasser für die Wohnung haben die zwei Amerikaner sich für eine Art Teilzeithausmeister entschieden. Über die Vermittlung "trustedhousesitters.com" (dt.: vertrauenswürdige Haushüter) lässt sich ein solcher Dienst buchen.


Der Housesitter sei "sympathisch"

Wie der "Guardian" berichtet, haben die Beiden den Aufpasser sogar schon mehrfach gebucht und betont, wie sympathisch sein Profil bei der Online-Vermittlung wirkt. Als Übergangs-Vertrauensperson hat er dem ahnungslosen Ehepaar zugesagt, nach dem Rechten zu schauen, die Blumen zu gießen und die Haustiere zu füttern. In Wirklichkeit plante der Betrüger etwas ganz anderes. Er witterte in der schicken Villa ein fettes Zusatzgeschäft und vermietete sie für 2000 Dollar eine Woche lang über Airbnb weiter. Eigentlich ganz schön geschäftstüchtig.

Der Zufall hilft den Betrogenen

Blöd nur, dass die Mieter der Wohnung Bekannte der Besitzer waren. "Danke, dass wir dieses Wochenende in eurer Wohnung schlafen dürfen" schrieben die begeisterten Mieter, die sich ein Luxuswochenende in San Francisco gönnen wollten. Die Vermieter glaubten an einen Scherz und baten um Erklärung. Un die lieferten die Mieter: Überall in der Wohnung standen Familienfotos und persönliche Dinge des betrogenen Ehepaars - Irrtum ausgeschlossen. Glück für das Ehepaar: Die Freunde haben danach noch mit der Polizei gesprochen und den Austausch der Schlösser übernommen.

Am Ende ist es für alle dumm gelaufen. Der Betrüger wurde erwischt und wird sich vor Gericht erklären müssen. Das Ehepaar hat Geld für eine Vertrauensperson bezahlt - noch ist unklar, ob sich dieses Geld überhaupt zurückfordern lässt. Was die "vertrauensvolle Nutzung" einer Wohnung beinhaltet ist laut Guardian nicht eindeutig definiert.