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Kostenspirale: Wohnungsbesitzer stöhnen über Nebenkosten

Das Hausgeld für Eigentumswohnungen ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Dabei reißen nicht nur die Energiepreise ein ordentliches Loch ins Budget der Besitzer - auch die Instandhaltung wird immer teurer.

Der Verbraucherschutzverein "Wohnen im Eigentum" vermeldet Unschönes: Nicht nur die Energiekosten sind in die Höhe geschnellt, sondern auch die Instandhaltungskosten und Verwaltungsgebühren belasten Wohnungseigentümer stark. Im Durchschnitt zahlen Wohnungseigentümer in Deutschland monatlich 2,60 Euro pro Quadratmeter an Hausgeld. Die teuersten Wohnungen liegen sogar bei 4,53 Euro.

Auch hier: Kostenvergleich hilft

Der Verein empfiehlt allen Eigentümern von selbst genutzten Wohnungen, die Abrechnungen genau zu überprüfen. In einem bundesweiten Hausgeldspiegel hat er jetzt die wichtigsten Kostenfaktoren transparent gemacht. Aufgezeigt wird, was Eigentümer in ganz Deutschland für Heizung, Wasser, Hausmeister, Verwaltung, Instandhaltung, Reinigung, Winterdienst, Versicherung, TV-Anschluss und andere Kosten zahlen. So ist die Möglichkeit gegeben, die eigenen Kosten mit den Durchschnittswerten zu vergleichen und gezielt Einfluss zu nehmen.

Wohnungseigentümer, die den Verdacht haben, dass einzelne Posten ihrer Hausgeldabrechnung zu hoch oder fehlerhaft sind, sollten das mit dem Verwalter klären, rät der Verein. Jeder Wohnungseigentümer hat das Recht, sämtliche Abrechnungsbelege einzusehen und sich Kopien übersenden zu lassen.

Verwaltungskosten neu verhandeln

Als einer der größten Posten des Hausgeldes haben sich die Verwaltungskosten herausgestellt. Sie betragen zwischen 10,75 und 25,92 Euro pro Wohnung und Monat. Die Verwaltungskosten können oft deutlich gesenkt werden, wenn die Eigentümer nach Ablauf des Vertrages über neue Konditionen verhandeln oder sogar den Verwalter wechseln, betonen die Verbraucherschützer.

DPA / DPA