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Energiepreise sinken: Na endlich: Strom wird bald billiger

Viele Energieversorger senken den Strompreis. Grund dafür ist der günstige Preis für Elektrizität an der Börse, der nun endlich auch beim Verbraucher ankommt.

Nachdem seit Jahren ist der Strom an der Börse billig. Nun geben die Energieversorger den Preis endlich auch an die Verbraucher weiter.

Nachdem seit Jahren ist der Strom an der Börse billig. Nun geben die Energieversorger den Preis endlich auch an die Verbraucher weiter.

Gute Nachrichten zum Jahresende: Viele Energieversorger wollen die Strompreise senken. Sie kündigten an, dass im kommenden Jahr die Preise für Elektrizität purzeln sollen. Noch bis kommenden Donnerstag können Stromanbieter mögliche Preisänderungen für das Jahr 2015 anmelden. Bislang haben 76 Grundversorger angekündigt, die Preise zu senken, berichtet das "Manager-Magazin", dem eine Untersuchung des Vergleichsportals Verivox vorliegt. Im Durchschnitt sollen die Preise um 2,5 Prozent fallen. Laut Verivox könne künftig ein Vier-Personen-Haushalt rund 30 Euro im Jahr durch die Preissenkung sparen.

Günstiger Strompreis kommt beim Kunden an

Nur drei Versorger haben bisher angekündigt, sogar höhere Preise zu verlangen. Von der Preissenkung sind Gebiete mit 11,5 Millionen Haushalten betroffen - vom Preisanstieg nur 30.000.

Der Preisverfall bei Elektrizität hat sich schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet, doch die Versorger hatten bislang keine Senkung an die Kunden weitergegeben. Die Energieunternehmen kaufen selbst Strom an der Börse ein. Dort sind die Preise seit Jahren niedrig, doch Verbraucher mussten weiterhin sehr hohe Preise zahlen. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Strompreis für private Haushalte verdoppelt. Grund dafür sind höhere Steuern, der Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch hohe Vertriebsmargen. Experten kritisieren die Versorger seit Jahren für ihre Preispolitik.

In diesem Jahr kostet die durchschnittliche Kilowattstunde 29,1 Cent - der absolute Höchstwert. Darin sind allerdings Stromerzeugung, Netzgebühren und auch Steuern enthalten. Zum Vergleich: Aktuell kostet eine Kilowattstunde an der Stormbörse "Eex" 4,39 Cent. "Die Versorger konnten sich nicht länger rausreden", sagt Energieexperte Felix Matthes vom Öko-Institut dem "Manager-Magazin".

Katharina Grimm