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Schufa und Co. : Was darf der Vermieter? Fünf Tipps für die Wohnungssuche

Wer heute eine Wohnung sucht, hat es vor allem in den Großstädten schwer. Komplette Bewerbungsmappen mit zahlreichen persönlichen Daten werden da rumgereicht. Aber dürfen Vermieter das eigentlich verlangen?

Einkommensnachweis:   Fast jeder Vermieter verlangt inzwischen einen Einkommensnachweis. Bei einer Besichtigung kann er eine Auskunft über das Einkommen fordern, ein Dokument muss allerdings erst kurz vor Abschluss der Wohnung vorgelegt werden. Wenn Sie also Interesse an einer Wohnung haben, macht es Sinn offen zu sein und über das Gehalt zu sprechen. Dennoch sollten Sie darauf achten nicht bei jeder Wohnungsbesichtigung ungefragt einen Gehaltsanachweis abzugeben, denn so verteilen Sie diese möglicherweise in der ganzen Stadt.

Einkommensnachweis:

Fast jeder Vermieter verlangt inzwischen einen Einkommensnachweis. Bei einer Besichtigung kann er eine Auskunft über das Einkommen fordern, ein Dokument muss allerdings erst kurz vor Abschluss der Wohnung vorgelegt werden. Wenn Sie also Interesse an einer Wohnung haben, macht es Sinn offen zu sein und über das Gehalt zu sprechen. Dennoch sollten Sie darauf achten nicht bei jeder Wohnungsbesichtigung ungefragt einen Gehaltsanachweis abzugeben, denn so verteilen Sie diese möglicherweise in der ganzen Stadt.

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Würden Sie Ihrem Nachbarn verraten, wieviel Sie verdienen? Vermutlich nicht. Aber einem weitgehend unbekanntem Makler oder Vermieter drücken Sie eine Mappe mit Einkommensnachweis, Schufa und Selbstauskunft in die Hand. Auf Wiedersehen, Datenschutz!

Aber wer heute eine Wohnung mieten will, kommt an einer ausführlichen Bewerbungsmappe kaum noch vorbei. Wer nicht bereitwillig persönliche Daten vor dem Vermieter ausbreitet, ist meist schon bei der Besichtigung raus. Ein unfaires Ausschlussverfahren für die Menschen, die vielleicht keine glänzende Wohnungs-Vita vorlegen können. Doch persönliche Gründe interessieren Vermieter meist wenig. Ausgewählt wird, wer am meisten verdient, ein sicheres Arbeitsverhältnis hat und möglichst noch den richtigen Job.

Juristen und Lehrer aufgepasst!
 

Selbst, wer über das richtige Einkommen verfügt, hat manchmal schlechte Karten. Oft werden ganze Berufsgruppen bei der Wohnungssuche ausgegrenzt. Juristen haben es schwer, weil viele Vermieter davon ausgehen, dass bei jeder Kleinigkeit geklagt wird. Kommt dann noch die Paarung Jurist und Lehrer vorbei, ist das für viele Vermieter ein berufliches NO-Go. Den vermeintlich ewig lamentierende Lehrer und den klagenden Jurist will kein Vermieter in seiner Wohnung haben. Natürlich sind das nur Vorurteile, aber dennoch sind diese in den Köpfen vieler Vermieter tatsächlich existent.

Aber auch andere Gründe lassen Vermieter zurückschrecken. Und das ist mitunter ganz schön traurig. Familien mit vielen Kindern fallen oft durchs Raster, außerdem Menschen mit Migrationshintergrund. Ein Singel mit gesicherten Einkommensverhältnissen, möglichst ohne Haustier und Nichtraucher, scheint vielen Vermietern eine sichere Bank zu sein. Und da in vielen Städten das Angebot so klein und die Nachfrage so groß ist, hat der Vermieter in den meisten Fällen die freie Auswahl.

Was darf der Vermieter eigentlich fragen?
 

Nur weil es heute gängig ist, viele persönliche Angaben bei einer Wohnungsbesichtigung zu machen, heißt das nicht, dass es dem Vermieter auch zusteht, diese zu fragen. Tabu sind beispielsweise sexuelle Orientierung, Migrationshintergrund oder Religion. In unserer Fotostrecke erklären wir, was ein Vermieter wissen darf und was nicht erlaubt ist.

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