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Arbeiten im Ausland Nachbarländer attraktiv für Arbeitnehmer

Entweder ins europäische Nachbarland oder in die USA! So könnte man das Ergebnis einer internationalen Studie beschreiben, die unter mehr als 8.000 Arbeitnehmern in sieben europäischen Ländern durchgeführt wurde.

Bei der Überlegung, im Ausland einen neuen Job zu suchen, üben die direkten europäischen Nachbarländer den größten Reiz aus: Mehr als 40 Prozent der Befragten würden bei der Suche nach einem Job im Ausland ein direkt benachbartes Land bevorzugen. Die Nähe zum Heimatland und die sprachlichen Ähnlichkeiten scheinen einen entscheidenden Einfluss darauf zu nehmen, in welchem Land man sich vorstellen könnte zu arbeiten. Ein Phänomen, das sich durch alle befragten Länder zieht: 44 Prozent der Norweger können sich vorstellen, bei ihren Nachbarn in Schweden oder Dänemark Karriere zu machen, 40 Prozent der Belgier würden gern im benachbarten Frankreich oder Holland (32 Prozent) arbeiten und 32 Prozent der Italiener könnten sich vorstellen, im immerhin sprachlich verwandten Spanien ihren neuen Brötchengeber zu suchen.

Für die deutschen Befragten hat die Schweiz nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt: 42 Prozent der Deutschen würden gern ihr täglich Brot bei den Schweizern verdienen. Aber auch Österreich übt einen großen Reiz auf wechselwillige Arbeitnehmer aus: 38 Prozent könnten sich vorstellen, in Österreich neue berufliche Wege einzuschlagen. "Arbeiten im Ausland ist heute für immer mehr Deutsche eine Option, um den wirtschaftlichen Schwierigkeiten im eigenen Lande aus dem Weg zu gehen: Im Jahr 2002 sind mehr als 600.000 Menschen aus Deutschland fortgezogen, um im Ausland ihr Glück zu versuchen. Der Gedanke, die Chancen auf dem eigenen Arbeitsmarkt durch die Auslandserfahrung zu erhöhen, spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle", kommentiert Ralf Baumann, Vorstand von StepStone Deutschland, dieses Ergebnis.

Arbeiten in den USA ungebrochen attraktiv

Wenn sich die Berufstätigen jedoch eine neue Anstellung suchen, für die sie mehr als eine Ländergrenze passieren müssen, steht ein Land bei allen europäischen Arbeitnehmern hoch im Kurs: Bis zu 42 Prozent träumen von einem Job im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Lässt sich der „American Dream“ jedoch nicht verwirklichen, dann sollte es schon zumindest das englischsprachige Ausland sein: Knapp ein Drittel der Dänen, Schweden, Norweger, Deutschen, Italiener, Belgier und Holländer würden gern im Vereinigten Königreich arbeiten.


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