Arbeitsmarkt Floppen die Vermittlungsgutscheine?


Die Gutscheine für die private Arbeitsvermittlung haben offenbar die Arbeitsplatz-Chancen von Erwerbslosen nur wenig verbessert.

Vermittlungsgutscheine der Arbeitsämter haben offenbar die Arbeitsplatz-Chancen von Arbeitslosen nur wenig verbessert. Bisher hätten nur sechs Prozent aller Gutscheinempfänger mit Hilfe privater Vermittler eine neue Stelle gefunden, geht aus einer Bilanz der Bundesanstalt für Arbeit ein Jahre nach der Einführung des neuen Vermittlungsmodells hervor. Die Gutscheinaktion war am 27. März 2002 gestartet worden.

Den Angaben zufolge hatten die Arbeitsämter bis Ende Februar mehr als 258.000 Vermittlungsgutscheine ausgegeben. Davon hätten private Arbeitsvermittler aber nur knapp 16.000 eingelöst. Die Firmen erhalten Geld nur bei einer erfolgreichen Vermittlung. Aktuellere Zahlen lägen derzeit noch nicht vor, teilte eine BA-Sprecherin mit.

Nach Ansicht von BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt zeigen diese Zahlen, dass auch private Vermittler vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise Probleme hätten, Arbeitslose in Arbeit zu bringen. "Ich hoffe allerdings, dass sich die privaten Vermittler in der Zukunft noch stärker professionalisieren", hatte er bei der Bekanntgabe der Februar-Arbeitslosenzahlen Anfang März betont.

Die Gutscheine erhalten nur Arbeitslose, die mindestens drei Monate erwerbslos sind. Mit den Gutscheinen können die Beschäftigungslosen dann einen privaten Arbeitsvermittler ihrer Wahl einschalten. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Dauer der Arbeitslosigkeit des zu Vermittelnden. Die Vergütungen schwanken je nach Dauer der Arbeitslosigkeit des Betreuten zwischen 1.500 und 2.500 Euro.


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