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Krieg im Jemen: US-Raketenabwehr ein Flop? Patriot-System soll Uralt-Rakete fünf Mal verfehlt haben

Offiziell sollen Patriot-Systeme eine Rakete der Huthi-Rebellen im Anflug auf Riad abgefangen haben. Trump jubelte. In der "New York Times" sagen Experten nun, dass die Abwehr in Wirklichkeit komplett versagt hat. Gleichzeitig behaupten die Huthis, dass sie einen Atomreaktor mit einer Cruise Missile angreifen wollten.

Fünf Mal sollen die Patriots vergeblich gefeuert haben.

Fünf Mal sollen die Patriots vergeblich gefeuert haben.

Immer mehr Staaten verfügen über ballistische Raketen und können so weit entfernte Ziele attackieren. Die größte Bedrohung geht von Nordkorea aus, das inzwischen über Interkontinentalraketen und nukleare Gefechtsköpfe verfügt. Sollte es zum Äußersten können, müssen Abwehrsysteme der USA diese Raketen im Anflug abschießen und so Japan, Südkorea und natürlich auch die USA schützen. Auch in anderen Teilen der Welt sind die US-Waffen im Einsatz. Über den Krieg, den Saudi-Arabien und seine Verbündeten im Jemen führen, wird wenig berichtet. Von der Waffentechnik her betrachtet, sind die aufständischen den vom Westen hochgerüsteten Saudis weit unterlegen, dennoch gelingt es ihnen regelmäßig, Raketen nach Saudi-Arabien zu schicken. 

So auch im letzten Monat. Laut der offiziellen Version soll eine Rakete, die auf die saudische Hauptstadt Riad zielte, vom Raketenabwehrsystem Patriot abgeschossen worden sein. Präsident Trump verkündete stolz: "Unser System hat die Rakete vom Himmel geholt. So gut sind wir. Niemand bekommt das hin so wie wir und jetzt verkaufen wir das System an die ganze Welt."
Doch in der "New York Times" melden renommierte Experten Zweifel an der offiziellen Erfolgs- und Verkaufsstory an. Nachdem sie Fotos und Videos von dem Einsatz analysiert haben, kommen sie zu dem Schluss, dass die Rakete der Huthis keineswegs abgeschossen wurde ("Did American Missile -Defense Fail in Saudi Arabia?")

Patriots schossen ins Leere

"Beweise, die von einem Forschungsteam von Raketenexperten analysiert wurden, scheinen zu zeigen, dass der Sprengkopf der Rakete ungehindert über die saudische Luftverteidigung flog und beinahe sein Ziel, den Flughafen von Riad, traf. Der Sprengkopf explodierte so nahe am Inlandsterminal, dass die Kunden aus ihren Sitzen sprangen."


Fünf Mal soll auf die gefeuert worden sein, um sie abzuschießen. Laura Grego, Raketenexpertin der Union of Concerned Scientists, äußerte sich entsetzt: "Sie schießen fünf Mal auf diese Rakete und alle verfehlen sie?", sagte sie. "Das ist schockierend, denn dieses System muss funktionieren."

Ein Versagen in diesem Fall wäre unerträglich. Bei der angreifenden Rakete handelt es sich um ein uraltes System, das die vergleichsweise moderne Barriere der Patriot durchbrochen hat.

Ein einfacher Gegner

Außerdem gibt es in Konflikt mit den Huthis einen grundlegenden Vorteil der Verteidiger. Die rückständigen Rebellen können jeweils nur eine Rakete einsetzen, auf die sich die Abwehr dann konzentrieren kann. In einem Konflikt mit einem besser gerüsteten Gegner müsste das Patriot-System damit fertig werden, dass der Angreifer einen Schwarm von Raketen startet, den die Raketenabwehr auf einen Schlag abfangen müsste. Einfach gesagt: Wenn die saudische Patriot den Huthi-Oldtimer verfehlt, hätten die Patriots der Bundeswehr keine Chance gegen Putins hochmoderne Iskander-Raketen. US-Beamte bezweifeln, dass die irgendeinen Teil der ankommenden Rakete getroffen haben, berichtet die "NYT". Stattdessen vermuten sie, dass Raketenkörper und Sprengkopf aus anderen Gründen auseinandergefallen sind. Die Rakete ist höchstwahrscheinlich so konstruiert, dass sich Antriebsröhre und Gefechtskopf in der Nähe des Ziels trennen.

"Die Regierungen lügen über die Effektivität dieser Systeme. Oder sie wurden falsch informiert", sagte Jeffrey Lewis, der das Forschungsteam leitete, der " ". Für die Huthis sei der Einsatz ein voller Erfolg gewesen, sagte Lewis. Sie hätten bewiesen, dass sie die Luftabwehr der Saudis überwinden können. Die Rakete, vermutlich eine umgebaute Scud vom Typ Burqan H2, kann ein Ziel nicht exakt treffen. "Dafür kamen die Huthis dem Flughafen sehr nahe."

Angriff auf Nuklearreaktor

Die "New York Times" fürchtet nun, dass die vom Iran unterstützten Huthis, inzwischen so mächtig geworden sind, dass sie wichtige Ziele in angreifen können. Vor wenigen Tagen veröffentlichten die Rebellen ein Video, dass den Start einer Cruise Missile unbekannter Bauart zeigt. Damit sollte das Kernkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen werden. Tatsächlich erreichte die Missile das Ziel nicht und zerbrach kurz nach dem Start.

Hoch bedrohlich ist die Entwicklung jedoch in jedem Fall. Handelt es sich doch um den ersten ernsthaften militärischen Angriff auf eine nukleare Einrichtung. Ein Treffer könnte unabsehbare Folgen für die Region haben. Weitreichende Cruise Missiles würden das Arsenal der Rebellen ungeheuer aufwerten. Bauartbedingt erreicht diese Waffe eine wesentlich höhere Genauigkeit im Endanflug auf das Ziel, als die umgebauten Scud-Raketen. Mit Cruise Missiles wären punktgenaue Angriffe möglich.
Gegen Schiffsziele haben die Rebellen bereits Cruise Missiles vom chinesischen Typ C-802 "Eagle Strike" eingesetzt. Diese Waffen haben allerdings nur eine Reichweite von unter 200 Kilometern. 


Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.