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ARBEITSMARKT: Mobilität auf EU-Arbeitsmarkt erhöhen

Für Arbeitnehmer in der EU gibt es noch immer viel zu viele Hindernisse beim grenzüberschreitenden Jobwechsel. Dies möchte die EU-Arbeitskommission jetzt ändern.

Für Arbeitnehmer in der EU gibt es immer noch viel zu viele Hindernisse für einen grenzüberschreitenden Jobwechsel. Zu diesem Ergebnis kommt ein Expertenbericht, den EU-Arbeitskommissarin Anna Diamantopoulou am Donnerstag in Brüssel vorstellte. »Derzeit finden es die EU-Bürger oft noch zu schwierig, den Arbeitsplatz oder das Land zu wechseln. Dies liegt vor allem am Qualifikationsdefizit«, sagte die Kommissarin. Ihr Ziel sei es, bis 2005 für offene und zugängliche EU-weite Arbeitsmärkte zu sorgen.

Um die Misere zu beheben, sollten nach den Empfehlungen der Experten alle Schüler neben ihrer Muttersprache zwei weitere EU- Sprachen beherrschen. Bereits in der Grundschule sollten sie beginnen, eine Fremdsprache zu lernen. Außerdem wird Hochschülern empfohlen, ein Drittel ihres Studiums in einem anderen EU- Mitgliedstaat zu verbringen. Gleichzeitig sollen die EU-Programme für den internationalen Austausch von Schüler, Auszubildenden, Berufstätigen sowie Schülern und Studenten ausgeweitet werden.

Wünschenswert wäre die Einführung einer EU- Sozialversicherungskarte, damit Leistungen ab 2004 in der gesamten Union leichter in Anspruch genommen werden können, hieß es weiter. Möglichst noch vor 2005 soll außerdem das System zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsbildern modernisiert werden.

dpa