Arbeitsplatz Querelen um den Qualm


Etwa ein Drittel der Beschäftigten in deutschen Betrieben und Behörden raucht. Bis zu vier Millionen Nichtraucher sind laut Schätzung als Passivraucher dem Nikotin am Arbeitsplatz ausgesetzt.

So Michaela Goecke vom Projekt "Rauchfrei am Arbeitsplatz". Das Interesse an rauchfreien Zonen sei allgemein zwar sehr groß, die Umsetzung je nach Branche aber unterschiedlich.

In kleineren und mittleren Firmen akzeptierten die Mitarbeiter rauchfreie Zonen oder gar ein allgemeines Rauchverbot weniger als in Großbetrieben, wo ein Rauchverbot oft schon aus Brandschutzgründen seit langem bestehe. Auch in Behörden und Instituten, wo es oft Einzelzimmer gebe, bestehe oft Widerstand, die seit etwa eineinhalb Jahren bestehende Gesetzesregelung zum Rauchverbot umzusetzen.

Raucher verursachen Unternehmen pro Jahr 1.000 Euro Kosten zusätzlich

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten nach passenden Lösungen suchen und in Betriebsvereinbarungen festschreiben, sagte die Projektleiterin. Darin sollten der Gesundheitsschutz für Nichtraucher und Angebote zur Gesundheitsförderung für Raucher enthalten sein. "Dies steigert die Akzeptanz und das Betriebsklima erheblich."

Eine solche Regelung liege auch im Interesse der Firmen. Allgemein gelte, dass ein Raucher einem Unternehmen pro Jahr 1.000 Euro Kosten zusätzlich verursache. Im Schnitt werde von zwei Krankheitstagen ausgegangen. Dazu kämen erhöhte Reinigungs- und Technikkosten.


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